»Der größte Feind für den Frieden in Europa»

Unglaubliche Heuchelei: Der Bundestag würdigt einen Diktator-Befürworter, Parlaments-Verächter und Kriegstreiber, dessen Kriege bis zu einer Million Tote gefordert haben!

 

Die Heuchelei im Bundestag wird langsam so unerträglich, dass mir schlecht wird.

Unlängst wurde dem 55. Jahr des Elysee-Vertrags, also des deutsch-französischen Friedensvertrags, gedacht. Eine »Feierstunde» für das ganze Parlament.[1]

Fast jeder Redner (außer die der AfD) würdigten den Vertrag in der Tradition von Adenauer und de Gaulle.

Damit »ehrten» sie zwei Männer, die für mich, nicht gerade positiv besetzt sind.

Adenauer, der Nazi-Anbiederer

Über den Nazi-Anbiederer Adenauer habe ich hier bereits geschrieben:

Konrad Adenauer demaskiert – Verhängnisvolle Verstrickung?

 

Über die Reaktionen darauf, hier:

Durchgeknallte CDU-Fetischisten rasten aus!

 

Zeit, also, mich mit dem nächsten »Held», der im Bundestag so hervorgehoben wurde, zu beschäftigen:

Charles André Joseph Marie de Gaulle (1890-1970), französischer General, später französischer Ministerpräsident und Präsident.

De Gaulle, der Angriffskrieger

Von 1932 bis 1937 war de Gaulle im Conseil supérieur de la défense nationale (CSND), dem Nationalen Verteidigungsrat tätig und trat für eine offensive Kriegführung ein[2]. Präventive Angriffskriege würde man heute sagen.

1934 veröffentlichte de Gaulle eine Sammlung von Aufsätzen unter dem Titel Vers l’Armée de Métier und forderte, die französische Armee in eine Berufsarmee umzuwandeln.[3]

De Gaulle, der Diktator-Befürworter

Zudem forderte er im Kriegsfall EINEN Oberbefehlshaber, der »stark genug sei, seine Rolle auszufüllen, geschickt darin, die Zustimmung der Menschen zu gewinnen, groß genug für eine große Aufgabe»  – also einen Diktator, der die Macht im Land übernehmen sollte.[4]

US-Präsident Roosevelt unterstellte ihm »diktatorische Absichten».[5]

Wem NUTZTE Adolf Hitler?

De Gaulle, der Ideengeber für NS-Generäle

Schon Anfang der 1930er-Jahre wollte De Gaulle auch moderne Waffen wie Panzer und Flugzeuge wirkungsvoll einsetzen. Doch seine Gegner im Generalsstab waren dagegen. Nicht so Heinz Wilhelm Guderian (ab 1940 Generaloberst und später Kommandeur großer Panzerverbände, zeitweilig war er Chef des Generalstabs des Heeres), der de Gaulles Ideen interessiert zur Kenntnis nahm und sich bestärkt fühlte, selbst eine moderne Panzerwaffe zu schaffen.[6]

Die Idee für den Ausbau der deutschen Panzerwaffe, mit der Frankreich schließlich besiegt wurde, kam also quasi von de Gaulle!

De Gaulle, der Parlaments-Verachter

Auch wenn Gutmenschen es hierzulande nicht wahrhaben wollen: Das Parlament verachtete de Gaulle – immer![7]

De Gaulle, der über die Leichen seiner Landsleute geht

Als Führer des »Freien Frankreichs» schritt De Gaulle auch nicht ein, als Winston Churchill die im nordafrikanischen Mers-el-Kébir vor Anker liegende französische Kriegsflotte des Vichy-Regimes am 3. Juli 1940  zerstörte (Operation Catapult).  Zwischen 1147 und rund 1300 Landsleute von de Gaulle starben bei dem Angriff.[8]

Wie ein Ex-Bundespräsident die Mitschuld seines Vaters im 3. Reich verteidigte

De Gaulle, der Kriegstreiber mit bis zu einer Million Toten

De Gaulle führte auch einen grausamen Kolonial-Krieg in Indochina (1946-1954), der eine halbe Million (!) Todesopfer forderte.[9]

De Gaulle führte zudem einen ebenso grausamen Kolonial-Krieg in Algerien (1954-1962), der zwischen 300.000 und bis zu 1,5 Millionen (!) Todesopfer forderte.[10]

De Gaulle, der größte Feind für den Frieden

Selbst der hier so verehrte Massenmörder Winston Churchill nannte de Gaulle den »größten einzelnen Feind für den Frieden in Europa» und den »schlimmsten Feind Frankreichs».[11]  

Peinlich: Unser 1. Bundespräsident war Mithelfer für die NS-Diktatur!

De Gaulle für ein »Europa der Vaterländer»

Zudem trat de Gaulle 1962 nachdrücklich für ein »Europa der Vaterländer»[12] ein und nicht wie heute versucht wird umzudeuten, für ein »Vaterland Europa», also ein geeintes »Europa».

Adenauer und de Gaulle mit ihren fragwürdigen und für mich nicht zu beschönigenden Vergangenheiten, auch noch im Bundestag zu würdigen, ist eine Heuchelei, die ich nicht hinnehmen kann und will.


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Quellen:

[1] faz.net/aktuell/politik/inland/afd-boykottiert-deutsch-franzoesische-resolution-15410984.html

[2] Vgl.: Eric Roussel: De Gaulle. Band I: 1890–1945, Paris 2002, S. 76f.

[3] Vgl.: Jean Doise, Maurice Vaïsse: Diplomatie et outil militaire 1871–1991, Paris 1991, S. 375 f.

[4] Vgl. Roussel, S. 92, 100

[5] http://www.zeit.de/1985/12/ein-konservativer-revolutionaer/komplettansicht

[6] Ebd., S. 93f., 104f.

[7] Henri Guillemin: Le General clair obscur, Paris 1984; 282 S., 79ff.; http://www.zeit.de/1985/12/ein-konservativer-revolutionaer/komplettansicht, sowie: Jean Lacouture: Die Gaulle, 1. Le rebelle 1890-1944l, Paris 1984

[8] Siehe dazu: http://www.hmshood.org.uk/reference/official/adm234/adm234-317.htm; John D. Grainger: Traditional Enemies: Britain’s War With Vichy France 1940-1942, Barnsley, 2013, S. 28; B. Gordon: Historical Dictionary of World War Two France: The Occupation, Vichy and the Resistance, 1938–1946, Westport, Conn., 1998, S. 242f.; John Jordan: The aircraft transport Commandant Teste, in:  Warship 2002–2003. Conway’s Maritime Press; Vincent P. O’Hara: Struggle for the Middle Sea. The great Navies at War in the Mediterranean Theater, 1940–1945, Annapolis 2009

[9] Vgl.: Pierre Brocheux, Daniel Hémery: Indochina – An Ambiguous Colonization 1858–1954. Berkeley 2009, S. 372f.; Christopher E. Goscha: Historical Dictionary of the Indochina War (1945–1954) – An International and Interdisciplinary Approach. Kopenhagen 2011, S. 88f.; Frederick Logevall: Embers of War – The Fall of an Empire and the Making of America’s Vietnam. New York 2013, S. 619

[10] Vgl.: Martin Evans: Algeria: France’s undeclared War, Oxford, 2012, S. 325–327; John Ruedy: Modern Algeria – The Origins and Development of a Nation, Bloomington, 2005, S. 190; Guy Pervillé: La Guerre d’Algérie : combien des morts ? in Mohammed Harbi, Benjamin Stora (Hrsg.): La guerre d’Algérie, Paris, 2004, S. 653ff., 701ff.

[11]Vgl. Telegramme, Briefe und Vermerke des britischen Premiers (Public Record Office, London) auf: spiegel.de/spiegel/print/d-22955357.html

[12] H.-D. Lucas: Europa vom Atlantik bis zum Ural? Europapolitik und Europadenken im Frankreich der Ära de Gaulle (1958–1969), Bonn 1992, Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hrsg.): Das Europalexikon, Bonn 2013; http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/176853/europa-der-vaterlaender

Foto: hier-en-algerie-demain-en-francarabia/ (Screenshot/Bildzitat/bearbeitet)

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4 Comments

  1. wie skrupellos De Gaulle war, habe ich selbst erlebt als ich in französisch Polynesien war.
    Er wollte einer Atombombenzündung auf Mururoa beiwohnen.
    Die Experten sagten es für diesen Tag ab, weil die Windrichtung in Richtung Population ging…am nächsten Tag dasselbe aber er wollte, dass gezündet wird, es sei ihm egal, er müsse nach Frankreich zurück.
    Im übrigen, haben die Tahisien, die auf Mururoa gearbeitet haben, ohne Schutzbekleidung u. mit nackten Händen den nuklearen Abfall beseitigt.
    Erst viel später, als vermehrt Fehlgeburten, Leukämie u.a. auftraten, wurde ihnen bewußt woher das kommt…auch haben die Franzosen das Greenpeace-Schiff versenkt, das auf diese Mißstände hinwies.
    Fische konnte man in diesem Paradies, 500 km weiter (auf dem Atoll Hao ) nicht essen, weil sie verseucht waren…den Soldaten erzählten sie, die Korallen seien krank an denen die Fische knabberten.

  2. Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet.

    Es handelt sich nicht um einen Friedensvertrag. Dies wird häufig – wie auch in diesem Artikel – durcheinander gebracht.

    Der Vertrag von Versailles vom 28. Juni 1919 ist ein Handelsvertrag und kein Frie- densvertrag wie vielfach behauptet wird. Auf dem Deckel des Vertrages steht: „Treaty of Peace“ – „Vertrag zum Frieden“. Ein völkerrechtlicher Friedensvertrag schreibt sich wie folgt: „Peace Treaty“ – Friedensvertrag“ Mit solchen Wortschöpfungen werden wir seit fast 100 Jahren getäuscht.

    Wir haben keinen Friedensvertrag wie auch Prof. Karl Albrecht Schachtschneider in seinem neuen Buch „Die nationale Option“ auf Seite 185 schreibt !

    Siehe auch Seite 18 in unserem kostenlosen Buch auf der Seite:
    http://www.gemeinde-neuhaus.de

  3. Ich muss mich leicht berichtigen!
    Die französische Besatzungsmacht ist nicht gänzlich aufgehoben. In Müllheim sind immer noch 594 französische Soldaten stationiert!
    Durch den 2+4 Vertag zogen die Franzosen ihre Armeen, die hier stationiert waren größtenteils aus deutschland ab!
    Da der 2+4 Vertrag kein Friedensvertrag darstellt, als solcher aber immer wieder uns verkauft werden soll, sind wir nach wie vor Besatzerland und dies kann jederzeit wieder in vermehrte militärische Verlegungen in unser Land verdeutlicht werden!!
    Die Todesstrafe wurde in Frankreich zuletzt 1977 durchgeführt, gänzlich abgeschafft wurde sie erst 1981, das nur nebenbei!
    Aufgabe der aliierten Kräfte war bis weit in die 1970iger jahre bis heute eigentlich, uns Deutsche umzuerziehen, was auch bedeutet, unsere Geschichte wurde zurecht gebogen, Tatsachen verdreht und bis heute findet diese Gehirnwäsche statt!
    Der Elysee-Vertrag unter de Gaulle hat diese etwas gelockert, mehr aber auch nicht!

  4. Wie kann man überhaupt von einem Friedensvertrag sprechen, der so nicht stimmt, wenn Frankreich als Besatzungsland seine Armeen hier in Deutschland stationiert hatten?
    das allein ist doch schon ein Widerspruch an sich, oder nicht?
    Zu den Aussagen der Altparteien, Gaulle wollte damals schon ein einiges Europa haben, kann ich nur mit dem Kopf schütteln!
    Aber schon klar, um ihre eigenen Lügen zu verdecken wird umgemodelt, zurecht gebogen auf Teufel komm raus!!
    Elysee Vertrag ist mitnichten ein Friedensvertrag gewesen, sondern wurde abgeschlossen, um die Wirtschaft in beiden Ländern anzukurbeln, nichts anderes war dieser Vertrag!
    Gaulle scheute auch nicht davor zurück, Gegner, die mit seiner Politik nicht einverstanden waren, der Todesstrafe zuzuführen, dass ist also der Friedenslügner, nichts anderes!

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