AfD: Der Machtkampf eskaliert

Die Führung der AfD steht vor dem Showdown und die Partei vor einer Zerreißprobe. Petry will jetzt doch nicht Spitzenkandidatin werden.

 

Ein Paukenschlag für die AfD:

Frauke Petry will nicht  Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf werden. Damit trifft sie eine Entscheidung, die ihre Gegner in der Partei wohl befürworten. Doch ihren explosiven Antrag will sie nicht zurückziehen. Sehen Sie hier:

Frauke Petry’s Aufstand

Beim Bundesparteitag der AfD am 22/23. April 2017 will Frauke Petry einen Sachantrag für die zukünftige strategische Ausrichtung der Partei stellen.

Sie steht für den realpolitischen Flügel der AfD, während ihr größter innerparteilicher Konkurrent, Alexander Gauland, weiterhin eine Fundamentalopposition bevorzugt. Doch welche der beiden Strategien wird aufgehen?

Daraus ergeben sich für mich folgende Fragen:

  • Wird die AfD sich selbst zerlegen oder als „bürgerliche“ Partei Wahlerfolge erzielen?
  • Wird die AfD als Hoffnungsträger enttäuschter Konservativer ein zweites Mal den Bundestag verpassen?
  • Wird die AfD in der Bevölkerung aufgrund der Aussagen von Björn Höcke und den Nationalisten, in der Partei als „rechtsextremistisch“ gesehen (weil die Medien dies so lancieren) oder gelingt es, sich als „wertkonservativ“ zu etablieren?
  • Will die AfD weiterhin „nur Opposition“ bleiben oder mitregieren?
  • Ist Frauke Petry „Establishment-verdächtig“ und wird daher von ihren Parteimitgliedern bestraft oder macht sie die AfD koalitionsfähig, indem die Nationalisten „ausgesiebt“ werden?

So will man die AfD um bis zu 11 Bundestagssitze „betrügen“!

Hier ist der Text, der beim Bundesparteitag abgestimmt werden soll (es lohnt sich, ihn zu lesen):

„Dr. Frauke Petry – Sachantrag zur strategischen Ausrichtung der AfD

Antragstext:

Hiermit beantrage ich, dass der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland folgende Grundsatzentscheidung über die strategische Ausrichtung der Partei trifft: Die AfD entscheidet sich für den realpolitischen Weg einer bürgerlichen Volkspartei, um innerhalb der kommenden Jahre grundsätzlich in der Lage zu sein, relative Mehrheiten auf allen politischen Ebenen erzielen zu können und damit als stärkster oder mindestens gleichrangiger politischer Partner in Parlamenten richtungsweisende Politik umsetzen zu können.

Begründung:

Innerhalb der AfD gibt es unterschiedliche Auffassungen über den strategischen Weg zur Veränderung Deutschlands im Sinne unserer Politik. Gerade vor einem so entscheidenden Wahlkampf gilt es Klarheit darüber herzustellen, welchen strategischen Weg die Partei einschlägt.

Fundamentaloppositionelle Strategie

Die JF zitiert Alexander Gauland am 16.03.2017 wie folgt:  Er habe die AfD mitgegründet, um die CDU von außen zu beeinflussen, denn von innen sei dies nicht mehr möglich gewesen.

  • Kernpunkt dieser Strategie ist die Öffnung des Diskursraumes in die von uns bevorzugte Richtung und zwar so weit, dass langfristig unsere Kernpositionen als mittige Positionen, des dann zur Verfügung stehenden politischen Diskursraumes erscheinen.
  • Dazu bedient man sich auch abseitiger Meinungen und Standpunkte, ist also möglichst offen gerade auch für Äußerungen außerhalb des bürgerlichen Korridors. Ein Verschrecken dieser oftmals mutlosen Klientel wird bewusst in Kauf genommen.
  • Sie birgt das Risiko des Verlusts von gesellschaftlicher Verankerung über gesellschaftliche Multiplikatoren.
  • In den Parlamenten versteht man sich im Wesentlichen als Fundamentalopposition.
  • Diese Strategie funktioniert auch mit geringen Prozentsätzen für die eigene Partei, weil sie ihre eigentliche Wirkung als gesellschaftliche Bewegung durch Druck auf alle anderen Parteien ausübt.
  • Sie führt bei ehemals konservativen Parteien im Besonderen, aber insgesamt bei allen Wettbewerbern zu einem Heranrücken an die Positionen der AfD. Die Veränderung in unserem Land wird somit mittelbar über veränderte Standpunkte der Wettbewerber im Parteienspektrum angestrebt und nicht über die Stärkung der eigenen Machtbasis.
  • Diese Strategie ist wesentlich bei den Grünen zur Anwendung gekommen und benötigt für ihre Wirksamkeit ungefähr eine Generation, also 20-30 Jahre, wenn die Partei sich über diesen langen Zeitraum im politischen Spektrum behaupten kann.

So will man die AfD um bis zu 11 Bundestagssitze „betrügen“!

Realpolitische Strategie

„Die AfD wurde gegründet, weil die Hoffnungen in die etablierten Parteien nicht mehr vorhanden waren. Nur die inhaltliche und personelle Neuausrichtung deutscher Politik durch die AfD kann dies in der notwendigen Klarheit in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit leisten.“

  • Der Kernpunkt dieser Strategie zielt auf die emotional heimatlosen, und immer noch konservativen Wähler gerade der CDU, aber auch die anderer Parteien.
  • Wichtigstes Element ist eine klare Programmatik mit den in unserem Grundsatzprogramm bereits angelegten Alleinstellungsmerkmalen.
  • Ziel ist es, ab der zweiten Legislaturperiode relative Mehrheiten in den Parlamenten zu realisieren.
  • Dabei legt man es auf die Entkernung und Schwächung von CDU, FDP sowie anderer Parteien an. Es gilt neben breiten Bevölkerungsschichten auch Intellektuelle und leistungsstarke Stützen der Gesellschaft für die AfD zu begeistern und dem politischen Gegner so die inhaltliche und personelle Erneuerung noch schwieriger zu gestalten, als ihnen dies durch ihren bisherigen Werdegang ohnehin fallen sollte.
  • Veränderung kann in absehbarer Zeit nicht durch andere wiedererstarkte Parteien erwartet werden. Die AfD sollte daher perspektivisch Bereitschaft zur Koalitionsfähigkeit besitzen. Voraussetzung hierzu sind aber zunächst entsprechende parlamentarische Erfahrung über mindestens eine Legislatur im entsprechenden Parlament und eine Koalition, in welche die AfD als Seniorpartner geht.
  • Diese Strategie ist komplexer, stellt höhere Anforderungen an Programm und Personal, könnte aber in kürzerer Zeitspanne zum Erfolg führen. Parteien wie beispielsweise die FPÖ im europäischen Ausland stünden zudem als Anschauungsobjekt zur Verfügung. Die AfD müsste nicht jeden der Fehler wiederholen, die europäische Vorbilder schon erkannt und korrigiert haben und könnte deren Weg in kürzerer Zeit hinter sich bringen.

Schock: Viele „Ausländer“ wählen „ausländerfeindliche“ AfD!

Kommen beide Strategien nebeneinander zum Einsatz, zerstört die fundamentaloppositionelle Strategie die realpolitische Strategie. Die Öffnung von abseitigen Diskursräumen muss nicht als Parteistrategie getragen werden, um von einzelnen Funktionären und Parlamentariern angewandt zu werden. Sie können ohne die Beschlusslage der Partei abzuwarten, die Entscheidung für eine fundamentaloppositionelle Strategie treffen und damit alle Parteimitglieder in Haftung nehmen. Ein realpolitischer Strategieansatz hingegen ist nur erfolgversprechend, wenn er sich auf breiten Konsens der Partei und auf eine entsprechende Beschlusslage beziehen kann.

Als Anhänger der realpolitischen Strategie können wir daher nicht in den Wettstreit um die vermeintliche bessere Strategie treten, da diese, Disziplin nicht nur von einigen, sondern von einer erheblichen Mehrheit der Parteimitglieder und vor allem den wesentlichen Parteifunktionären und Parteirepräsentanten verlangt.

Wir appellieren an Sie als Delegierte. Deutschland hat keine Generation Zeit, um die notwendigen politischen Weichenstellungen herbeizuführen, die einen Erhalt unseres Vaterlandes für uns und unsere Kinder und Enkel möglich macht. Wir werden in absehbarer Zeit Verantwortung übernehmen müssen, wenn wir mittelfristig das Land zu alter Stärke zurückführen möchten. Worauf wir nicht warten können, ist eine Rückbesinnung ausgerechnet unserer politischen Gegner auf die Werte, für die in Deutschland programmatisch nur noch die AfD steht.“

Quelle: http://www.zukunftsantrag.de/?page_id=8

 

Ist Björn Höcke ein „U-Boot“ des Geheimdienstes?

 

Und für alle Zweifler und Kritiker werden hier gleich noch die wichtigsten Fragen dazu beantwortet:

„Will sich die AfD bereits bei der kommenden Bundestagswahl als Koalitionspartner anbieten?

Nein, daran besteht kein Interesse. Die Unterzeichner dieses Antrages sehen es jedoch als Pflicht, sich während der kommenden Legislaturperiode als starke Opposition bereits darauf vorzubereiten, in der dann kommenden Legislatur, also voraussichtlich ab 2021, Verantwortung zu übernehmen.


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Will sich die AfD den Altparteien anbiedern?

Oberstes Ziel muss es für uns sein, unsere Inhalte und Programmatik in Realpolitik umzusetzen. Das schließt eine Anbiederung an die Altparteien, die die Verantwortung für den desolaten Zustand unseres Landes tragen, aus. Eine Koalition kann die AfD nur auf Augenhöhe und dann eingehen, wenn sie ihre Ziele umzusetzen vermag, ohne diese einer Koalitionsvereinbarung zu opfern.

Wieso dieser Antrag so kurz vor der Bundestagswahl?

Unsere Wähler erwarten mit Recht eine Aussage darüber, wie die AfD ihren zukünftigen Weg meistern und ihre Positionen umsetzen will. Der Bundesparteitag in Köln soll deshalb mit genügend Abstand zum Wahltag Gelegenheit haben, diesen Weg zu beschreiben.“

Quelle: http://www.zukunftsantrag.de/fragen-antworten

 

Der Ausgang des Strategie-Machtkampfes ist völlig offen – und das Schicksal der AfD ebenfalls …

 

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Foto: meedia.de/2016/11/24/afdfragen-so-veralbern-twitter-nutzer-die-afd-fuer-ihre-630-fragen-zu-ard-und-zdf/(Screenshot/Bildzitat/bearbeitet)

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4 Comments

  1. Wenn ich schon so einen ausgemachten Blödsinn höre…..“Alle Macht geht vom Volke aus“…..blablabla…demokratischer Grundsatz…blablabla….

    WAS MACHT DENN DAS VOLK ?????????????????????????????

    NICHTS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! AUSSER FUSSBALL GLOTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    „Alle Macht geht vom Volke aus“ ….. selten so gelacht ! Das Volk schaut „machtlos“ zu, wie es geschlachtet wird…..

  2. Sieben auf einen Streich

    Merkl hat statt am Mutterkreuz,
    am Mutterhalbmond sich erfreut.
    Schulz, der von Europa ist entwichen,
    zuhaus‘ mit 100 Prozent beglichen,
    doch die Rechnung blieb noch offen,
    das Saarland ließ vergeblich hoffen.
    Traurig man nun auch erwähne,
    die große Schmach der Ökumene,
    die in der Mosche‘ dann ganz korrekt,
    zur Sicherheit das Kreuz versteckt
    und am Altar der Genderisten,
    opfert das Rückgrat treuer Christen.
    Wenn Politik zum Himmel stinkt,
    die Europa zum Helfen zwingt,
    mit Drohungen in östlich Richtung,
    diktiert ganz frech eine Verpflichtung,
    der darauf England ist entronnen,
    das kleine Öst’reich bleibt besonnen.
    Sperrt trotz Kritik die Balkanroute,
    dem Wirtschaftsflüchtling nicht zugute.
    Deutschlands Duckmäuser betroffen,
    vergeblich auf Europa hoffen.
    Wie schwer fällt nun das Eingestehen,
    der Schuld am örtlichen Geschehen.
    Wer nicht im eig’nen Lande wacht,
    nur immer große Sprüche macht,
    wer hinter Lügen sich verbirgt,
    der hat sein Walten bald verwirkt.

  3. dieses Spiel war für mich als Patriot keine Überraschung es wurde doch wie immer vorher geplant und ebenso durchgeführt alles nach Regie. Wie war es denn nur möglich die AFD von heute auf morgen so in den Sattel zu setzen. Von nichts kommt wohl nichts alles nach teile und herrsche wer finanziert die AFD und wer ist der Steuermann der Geheimdienste schon wieder die CIA . Warum reiste Petry letztes Jahr nach Israel nun ist es bekannt geworden. Für die AFD nach Petry ist Israel Priorität diese Frau hat im Auftrag der NWO und er NGO weiter zu machen wie es die Eliten der angloamerikanischen Zionisten es wollen. Das Volk aber wie alle anderen Schauspieler der Bananenrepublik für blöd und dumm zu verkaufen und weiterhin hinter die Fichte zu führen das sind Fakten und keine Fiktionen
    BBBBBBBBBAAAAAAAAAAASSSSSSSTTTTA !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Gemäß dem demokratischen Grundsatz: – Alle Macht geht vom Volke aus – , wäre die realpolitische Strategie sicherlich vorzuziehen!

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