Schock-Interview von Erdogan

Der türkische Präsident bringt den Westen erneut zum Zittern: Der NATO wirft er vor, Ankara im Stich gelassen zu haben. Er droht mit dem Aus des Rücknahmeabkommens für Flüchtlinge und will sich militärisch und politisch enger an Russland annähern. Ein Albtraum für US-Strategen!

Gestern gab der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan dem Fernsehsender RTL ein Interview. Seine Aussagen dürften dem Westen überhaupt nicht gefallen. Hier das Wichtigste zusammengefasst:

1. Russland-Besuch

„Die Reise nach Russland war natürlich sehr wichtig für uns“, sagte Erdogan und ergänzte: „Wir werden demnächst weitere Treffen diesbezüglich organisieren (…) Wir starten eine neue Phase. Wir wollen dort militärisch, politisch, wirtschaftlich, kulturell, im Tourismusbereich und in verschiedenen anderen Bereichen mit einer neuen Begeisterung diese Phase beginnen.“
Eine „militärische“, „politische“ und „wirtschaftlich“ engere Zusammenarbeit mit Moskau: Das dürfte den Strategen in Washington einen kalten Schauer über den Rücken jagen.

 

2. Flüchtlingspakt

Die Türkei werde sich nur dann an ihre Verpflichtungen halten, wenn die EU die geforderte Visa-Freiheit für türkische Bürger umsetze, sagte Erdogan weiter. Er warf der EU vor, ihre „Versprechen nicht gehalten“ zu haben. Von den zugesagten drei Milliarden Euro sei nur ein „winziger Teil“ bisher angekommen.
Erdogan betonte zudem, die Visa-Liberalisierung und die Verpflichtung der Türkei, Flüchtlinge aus Griechenland zurückzunehmen, seien „gleichzeitig zu tätigende Schritte“. Und redete dann Klartext: „Dabei ist es wichtig, dass falls die Visa-Befreiung nicht geschieht, wir dann auch diesen Schritt hinsichtlich des Rückübernahmeabkommens nicht tun können.“
Das heißt: Wenn die Visa-Befreiung für Türken nicht kommt, wird der Flüchtlingsdeal, so wie er vereinbart wurde, platzen! Merkel dürfte bei diesen Worten zusammengezuckt sein. Denn sie weiß: Eine Visa-Befreiung kann sie innerparteilich nicht durchsetzen. Ihr Schicksal scheint gezählt.

3. Putsch-Versuch

Erdogan gab klar zu verstehen: „Insbesondere in dieser Phase, als der Putschversuch unternommen worden war, bin ich ein bisschen verärgert über das Verhalten der europäischen Länder. Warum? Es gibt 240 Menschen, die ihr Leben verloren haben. Es gibt über 2000 Menschen, die verletzt worden sind.“
Es sei ein Angriff auf die türkische Demokratie gewesen und dennoch sei nur der Generalsekretär des Europarats, ein Europaminister und der Außenminister Katars aus diesem Grund in die Türkei gekommen. Erdogan: „Wie bedauern, dass das so ist.“

4. NATO

Auch hier Klartext: „Aber die Nato hat die Türkei in Syrien im Stich gelassen. Das habe ich mehrmals gesagt, das sage ich auch hier noch einmal. Denn die Nato sollte ihr eigenes Mitglied nicht im Stich lassen und hätte dies nicht tun sollen.“
Er ergänzt: „An der Grenze erleben wir große Probleme, das sind traumatische Probleme. Und von Syrien aus gibt es Bomben, die abgefeuert werden in Richtung Türkei. Wann wird denn die Nato tatsächlich sagen: ,Ich bin da, ich stehe auf der Seite der Türkei‘, wenn es heute nicht der Fall sein sollte?“

5. Syrien

Erdogans Standpunkt: „Das syrische Volk sollte die eigene Zukunft bestimmen können und nicht irgendwelche anderen Leute. Wir sehen manche imperialen Kräfte, die in Zusammenhang mit Syrien bestimmte Ideen, Meinungen haben.“

Klar, wer damit gemeint ist: Die USA und ihre Verbündeten, die ihr Demokratieverständnis in die ganze Welt bomben wollen.

 

Fazit

Erdogan trat selbstsicher auf und brachte Argumente auf den Tisch, die es den deutschen Mainstreammedien wiederum schwer machen werden, sie zu widerlegen:

1. Der Westen hat die Türkei verärgert, deshalb gibt es in Zukunft eine engere „militärische“, „politische“ und „wirtschaftliche“ Zusammenarbeit mit Russland.
2. Die EU hält sich nicht an den Flüchtlingspakt: Die Gelder sind nicht in der Höhe überwiesen, wie vereinbart.
3. Ohne Visa-Freiheit keine Flüchtlingsdeal mehr.
4. Die EU hat sich nicht darum geschert, dass ein Putsch die Demokratie in der Türkei gefährdet hat.
5. Die NATO hat die Türkei als Mitglied im Stich gelassen.
6. In Syrien sollten keine imperialistischen Pläne umgesetzt werden, sondern der Wille des Volkes.

 

Quellen:
http://www.bild.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan/interview-mit-antonia-rados-47288126.bild.html
RTL
Ntv vom 12. August 2016

 

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2 Comments

  1. Deutschland führt an den Türken Völkermord das lässt ERDOĞAN nicht zu!Deutsch Jüdischer Organisation im Amt und Praxen wollt die Türken aus Deutschland so verschrecken!!!Wer 1+1 rechnen kann scharmanische Türken die spüren das!!!Wenn ihr zu gibt ist für euch besser denn Rache

  2. Genau auf den Punkt gebracht,es ist schön das wort für wort übersetzt wird ,das ganze Türkei bashing der Medien schadet am meisten den Europäern , die Türken sind ein sehr stolzes Volk es ist nur noch eine frage der Zeit wonach sich das ganze Türkische Volk gegen die EU entscheiden wird ,die meisten EU länder kapieren immernoch nicht das die Türkei ein Aufschwung für die Euroäische Wirtschaft sein dürfte ,und keine Last .Ich finde es auch sehr schade das so gut wie nichts über die Militärische Intervention der Türkei in Syrien berichtet wird .Die Menschen sind dankbar ( Cerablus ) das sie wieder Strom und Wasser haben zeigen sie mir so einen fortschritt der alliirten Kräfte die dort ausser Bomben abwerfen zu nichts nützen ,sie sind auf Ressourcen aus und nichts anderes ,da geht es nicht um Menschen oder den Daesch es geht nur um pipelines !!!!!!! Hier sieht man den Unterschied zu allen anderen .Hilfsgüter medizinische versorgung etc.alles aus der Türkei .Der Präsident Erdogan sagte mal hier wörtlich übersetzt :Wir sind unserer historischen verantwortung zu diesen Ländern verpflichtet hier zu helfen .Drei Mill.Menschen aufzunehmen ist ein Mammutprojekt.Kommt zeit kommt Rat alles fügt sich dem Gerechten ,und solange das so ist werden sie noch oft an seine Tür klopfen .Er sitzt am längeren Hebel ,unser gerechter Diktator .Aber für mich ein Held

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