Heiko Maas, der Israel-Flüsterer

Ein Außenminister, der die deutsche Nationalhymne nicht singt, der es schon als Schüler gut fand, dass Deutschland den Krieg verloren hat, wegen Auschwitz in die Politik gegangen ist, aber mit der national-rassistischen israelischen Justizministerin über die besetzten Palästinensergebiete fliegt. Maas arbeitet an seiner universellen und heuchlerischen Selbstoptimierung.

 

Maas sieht sich als »Außenminister der Täter«

Heiko Maas ist sehr umtriebig: In den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit hat er bereits mehr Flugkilometer gesammelt, als jeder seiner Vorgänger. Doch unser Außenminister scheint von »seinem« Deutschland, das er eigentlich in der Welt repräsentieren sollte, nicht viel zu halten. Als er kürzlich in Bologna das »Deutschlandjahr« eröffnete und dazu die deutsche Nationalhymne gespielt wurde, sangen zwar die anderen mit, aber unser deutscher Außenminister blieb stumm. Eine Schande.

Aber es kommt noch schlimmer: Maas sieht sich, eigenen Bekundungen nach, als »Außenminister der Täter«, als wären wir heute noch ein Volk von Kriminellen und Mördern. Er ist wohl der politisch korrekteste Außenminister, den unser Land je hatte: weich gespült, umerzogen, duckmäuserisch. Ich kenne, außer Maas, weltweit keinen anderen Politiker in diesem Amt, der froh ist, dass sein eigenes Land einen Krieg verloren hat.

Justizminister Maas: Treten Sie zurück! – Kein Bürger kann Ihnen mehr vertrauen!

Maas und Auschwitz

Unser Außenminister sagt selbst, er sei »wegen Auschwitz« in die Politik gegangen und gleich jubeln die Gutmenschenmedien. Für den SPIEGEL ist dies ein »großer und schwerer Satz, vielleicht der schwerste, den ein deutscher Politiker sagen kann«. Doch Maas in seiner Selbstoptimierung und Selbstinszenierung kennt keine Tabus und keine Grenzen.

Selbst sein Vorgänger Sigmar Gabriel findet das irgendwie seltsam: »Ich rate immer zur Vorsicht, damit ein Auschwitz-Bezug nicht als Versuch verstanden wird, das eigene Anliegen größer aussehen zu lassen, und damit das Menschheitsverbrechen zu instrumentalisieren«.

Instrumentalisiert Maas Auschwitz also für seine Selbstinszenierung? »Hüte dich vor kleinen Männern«, sagt der Volksmund.

Polen als Holocaust-Mittäter

Maas war seit einem Vierteljahrhundert auch der erste Außenminister, der Auschwitz besuchte – natürlich medienwirksam. Wie kein anderer vor ihm zelebrierte er als Vertreter des »Tätervolks« den Schuldkult. DER SPIEGEL schrieb: »Wenn man unser deutsches Gewissen für einen modernen Spielfilm besetzen müsste, könnte man Heiko Maas nehmen«.

Kurios: Der polnische Außenminister selbst wollte nicht mit Maas durch Auschwitz gehen. Denn die Polen waren »Mittäter« am Holocaust. Die Beauftragte für das Holocaust-Gedenken des Jüdischen Weltkongresses, Charlotte Knobloch, sagte, unzweifelhaft sei, »dass der Antisemitismus in Polen bereits vor dem Angriff der Wehrmacht im Jahr 1939 für die Juden in Polen ein gefährliches Ausmaß hatte«. Und weiter: Die Nazis hätten in der polnischen Bevölkerung »willige Helfer und Vollstrecker« gefunden.

Doch dies in Polen zu sagen steht jetzt unter Strafe: Schon das Zugeben an der NS-Komplizenschaft wird schwer bestraft. In einem neuen polnischen Gesetz werden der Ausdruck »polnische Todeslager« und die Erwähnung der polnischen Mittäterschaft an den Nazi-Gräueltaten – wegen Beleidigung und nationaler Ehrverletzung – zur Straftat erklärt und mit einer Haftstrafe von drei Jahren bestraft.

Polens GeschichtsZENSUR-Gesetz

Heiko Maas, der Israel-Flüsterer

Doch in Israel – wenn wundert’s – ist Maas’ »Auschwitz-Satz« natürlich sehr gut angekommen. Und nachdem Benjamin Netanyahu sich geweigert hatte, Maas’ Vorgänger überhaupt zu empfangen, begrüßte er den »Neuen« wie einen alten Freund. Der deutsche Außenminister wollte die vielen völkerrechtswidrigen Verbrechen der Israelis nicht ansprechen: »Und dann kann der Sinn eines Antrittsbesuchs in Israel ja nicht darin bestehen, sich die Köpfe einzuschlagen«, sagte er kleinlaut.

Natürlich stand als erstes der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Plan, an der alle deutschen Politiker noch viel kleinlauter werden und die ewige Täterschaft und Schuld des deutschen Volkes zelebrieren.

Doch die »Schuld« der Israelis lässt Maas kalt: Der langsame Völkermord an den Palästinensern ist ihm keine Schweigeminute wert. Genauso wenig Phosphorbomben auf unschuldige Zivilisten, Enteignungen, ein brutales Besatzungsregime, das Einpferchen im Gaza-Streifen, die Verweigerung von Wasser und Nahrung. Meisterhaft gelingt es den Israelis, den Freiheitskampf der Palästinenser (denen sie 1948 und 1967 schließlich das Land weggenommen haben), als »Terrorismus« zu verkaufen.

Ja mehr noch, unser Außenminister hofiert die ultra-rechte, nationalistische israelische Justizministerin Ayelet Shaked wie kein anderer ausländischer Politiker. Shaked, die so erzogen wurde, nie das Land der Täter zu besuchen und keine deutschen Produkte zu kaufen, steht selbst noch weiter rechts als Netanyahu, denn sie ist Mitglied der national-religiösen Partei  »HaBajit haJehudi« (»Jüdisches Heim«), die u.a. folgendes in ihrem Parteiprogramm hat:

  • Die Aufgabe jüdischer Siedlungen wird kategorisch abgelehnt.
  • Die Annexion des »Gebietes C« (ca. 62 % des Westjordanlandes), was eine »israelische Wiedervereinigung«“ bedeuten würde.
  • Die palästinensische Autonomie soll sich isoliert nur auf einzelne Städte und Gemeinden beschränken. Zwischen Gaza und den verbleibenden palästinensischen Gebieten im Westjordanland darf keine Verbindung hergestellt werden.
  • Palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen dürften nicht in die palästinensischen Autonomiegebiete einwandern.
  • Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe.

Israel-Regierung: Rechte, Fanatiker, Kriminelle?

Parteivorsitzender Bennett erklärte in einer Kabinettssitzung im Juli 2013, dass Terroristen, nicht eingesperrt, sondern »einfach umgebracht« werden sollten. Auf das Argument, dass dies »nicht legal« wäre, antwortete Bennett: »Ich habe in meinem Leben schon viele Araber getötet, das ist gar kein Problem.«

Der Minister für Landwirtschaft der Partei, Uri Ariel, befürwortete, Jüdinnen sollten keine Beziehungen mit Nichtjuden eingehen. Die rechte Siedlerorganisation NGO Matot Arim wählte Uri Ariel 2011 zum erfolgreichsten rechtsgerichteten Mitglied der Knesset und 2012 zum Zweitrechtesten Mitglied. Hierzulande würde diese Partei wohl als »Nazis« bezeichnet werden.

Doch Maas sagt über die israelische Terror-Regierung: »Sie wollen wissen, ob sie sich, wenn es ernst wird, auf uns verlassen können. Und das können sie.«

Mit der israelischen Justizministerin, die so eine nationalistisch-rassistische Politik vertritt, lässt Maas sich also ein. Er bezeichnet sie als »Freundin« und ist beeindruckt von ihrer »Klarheit«. Mit dem Helikopter flogen sie sogar zusammen über die besetzten Palästinensergebiete.

Aber vielleicht kann der ehemalige deutsche Justizminister Maas seiner neuen Freundin ja Nachhilfe geben. Denn der Frau Justizministerin fehlt jedwede juristische Ausbildung. Doch möglicherweise ist das auch gar nicht mehr erforderlich, denn einem Bericht der Jerusalem Post zufolge, will die Dame Ministerpräsidentin werden.

 

Dieser Artikel erschien zuerst in KOPP-EXKLUSIV

Quellen:

DER SPIEGEL 42/18

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6 Comments

  1. Eine kleine aber wichtige Richtigstellung:
    Wem hat Gott das Land gegeben?
    2Mo 32,13 Gedenke Abrahams, Isaaks und Israels, deiner Knechte, denen du bei dir selbst geschworen hast, und hast zu ihnen gesagt: Mehren will ich euren Samen wie die Sterne des Himmels; und dieses ganze Land, von dem ich geredet habe, werde ich eurem Samen geben, daß sie es als Erbteil besitzen ewiglich.

    2Mo 33,1 Und Jehova redete zu Mose: Gehe, ziehe hinauf von hinnen, du und das Volk, das du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem Samen werde ich es geben! –

    Von Ismael war nie die Rede!!!

    Mit freundlichen Grüßen

    Georg Müller.

  2. Ein Land, das sich solch eine Niete, solch einen Versager als Außenminister hält, dem kann nicht mehr geholfen werden. Dieser Mann ist doch nichts anderes als eine lausige Witzfigur. Entschuldigung, das ist mein Empfinden, so schätze ich dieses Männchen eben ein.
    Zu helfen ist diesem Land nicht mehr, dessen Führung nur noch davon lebt, arschkriecherisch durch die Welt zu ziehen. Alle Nationen sind merkwürdigerweise unsere Freunde, aber alle diese “Freunde” verachten uns doch nur noch. Und wir müssen leider gestehen, dass sie dies zu recht tun. Millionen von “Deutschen” leben schließlich nur davon, permanent auf das eigene Land zu kacken, und sie fühlen sich pudelwohl darin. Solch ein Land kann wahrlich keine Zukunft haben. Traurig ist nur, das so wenige Angehörige dieses Landes merken und sehen, was geschieht. Sie feiern täglich ihren eigenen Untergang. Eines Tages werden sie merken, was sie angerichtet haben. Zu spät ist es allerdings jetzt schon.

  3. Bei Betrachtung dieser perversen und vaterlandlosen Gestalt kommt mir ein übler Geruch entgegen der mich zum kotzen bringt.
    Nicht nur dieser ist ein Volks und Landeshochverräter sondern der ganze Club der Einheitsbreiparteien der Bananenrepublik BRVD führt sich hier als Verwalter und Treuhänder der Alliierten – Besatzer auf wie Hampel unter dem Sofa.
    Fakt ist so lange das Schlafschaf und der Michel weiter träumen und ihren gepflegten hinteren Teil nicht in Bewegung setzen solange können diese schwer kriminellen Volkszertreter handeln und wandeln nach belieben .
    Der Masslos ist natürlich ein perfekter AAAA……..krie ……..er der seinen leeren Schädel schon längst ins Hint……….teil der Amis versengt hat wer hat uns verraten Sozialdemokrraten !!!!!!!!!!!!!!!

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