„Pokémon go?“ – Der US-Geheimdienst spielt mit!

Gastbeitrag von ALEXANDER STRAUSS

Ein neues Handyspiel begeistert Deutschland: „Pokémon go“. Aber wer dieses Game installiert, verabschiedet sich jedoch vollends von seiner Privatsphäre. Zudem kann die CIA auf alle Daten Zugriff nehmen, sobald der Benutzer über seinen Google-Account spielt.

Organisierter Angriff auf die Privatsphäre

„Pokémon go“ ist in ein organisierter Angriff auf die Privatsphäre jedes Spielers der die Anwendung auf sein Handy installiert hat. Die App erfasst, wo ein Benutzer sich befindet und wann er sich wohin bewegt. Außerdem wird gespeichert, welche Nutzer sich an welchen Orten gemeinsam wie lange aufgehalten haben.

Die gewonnenen Daten werden auf unbestimmte Zeit gespeichert und können an Dritte weitergegeben bzw. verkauft werden.

 

Vorsicht! Ihr Handy kann Sie töten!

Es geht noch dreister!

Loggt der Nutzer sich nicht über ein Tool ein, das den klangvollen Namen „Pokémon Trainer Club“ hat, sondern über den bestehenden Google- oder Facebook-Account, kann der Hersteller des Spiels, Niantic, die Identität der Nutzer erfahren. Niantic hat so Zugriff auf Inhalte des Google-Accounts, zum Beispiel auf E-Mails.

Uncle Sam is watching you

Google hat nach den Anschlägen am 11. September 2001 bereitwillig zugesagt, die gesammelten Daten des Konzerns, auf Wunsch, an die US-Regierung weiter zu geben. Der ausführende Arm der amerikanischen Regierung ist bekanntlich der Nachrichtendienst CIA (Central Intelligence Agency). Zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass Google-Lobbyisten im Weißen Haus ein und ausgehen und sich mit Präsident Barack Obama besonders gut verstehen.

 

»Ich liebe mich«: Zwischen Selfie-Wahn und Verblödung

 

 

Auch Ihre Daten sind für den Geheimdienst äußerst wichtig!

Sie denken Ihre Daten sind für die CIA unwichtig? Da täuschen Sie sich aber gewaltig. ALLES ist interessant! Niemand kann sagen, wie sich Ihr Leben oder das Ihrer Kinder entwickelt. Werden Sie in eine wichtige Stellung befördert? Macht Ihr Kind später Karriere im Bankwesen, beim Militär oder in der Wissenschaft?  Werden Sie oder Ihre Kinder in einer Schlüsselposition arbeiten, die für Geheimdienste wichtig sind? Wissen Sie das jetzt schon?

Nein, das können Sie nicht, denn Sie können keine 10, 20 oder 30 Jahre voraussehen. Die CIA aber hat die Ihre Daten oder die Ihrer Kinder schon jetzt! Das Erpressungspotential ist also groß.

Die „Kette“ Pokémon go – Niantic – Google – Facebook – CIA ist möglich.

Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass beim „Pokémon go“ spielen, nicht nur die Spieler auf der Suche nach Figuren sind, sondern auch die amerikanische CIA auf der Suche nach Ihren persönlichen Daten, mehr als wahrscheinlich.

Brot und Spiele

Doch trotzdem ist der Hype ist unglaublich: Innerhalb weniger Tage konnte die so genannte „Augmented-Reality-App“, alleine in den USA millionenfach Spieler gewinnen.
Und so funktioniert das Game: Mit dem Smartphone werden, via GPS, sogenannte „markante Punkte“ in der Nähe des Spielers geortet. Bei diesen Punkten handelt es sich oft um öffentliche Plätze, in der Umgebung der Spielerin oder des Spielers. Mit der Kamerafunktion des Geräts wird die Umgebung dieser Punkte abgesucht. Erscheint im Sucher der Kamera dann eine oder mehrere Figuren oder Gegenstände des Spiels, können diese mit einem „Click“ eingefangen werden. Natürlich können auch verschiedene virtuelle Gegenstände online im Pokémon Shop eingekauft werden, um den Spielablauf zu erleichtern. Die Kasse des Betreibers klingelt.

 

„Verkauf mir dein Höschen“ – Online-Freaks auf Bestellung

 

Die Zahlen sprechen für sich

Laut Befragungen haben die App – seit der Markteinführung von „Pokémon go2 am 13. Juli – bereits 7,7 Millionen Menschen heruntergeladen. Das sind über zehn Prozent der deutschen Bevölkerung! 93 Prozent dieser Anwender, also 7,1 Millionen Person, sollen die App auch weiterhin benutzen. Zweifellos handelt es sich hier um ein Kultspiel, bei dem vor allem bei der Weitergabe von persönlichen Daten ein kaum abzuschätzender Schnitt gemacht wird.

 

 

Alex

ALEXANDER STRAUSS, Jahrgang 1969, lebt am Fuße der Schwäbischen Alb und gehört zum Autoren- und Rechercheteam von Dr. h.c. Michael Grandt. Seine Schwerpunkte sind Medien, Hintergründe und Geopolitik.

 

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Quellen:

http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/Pokemon-Go-im-Visier-Verbraucherschuetzern

http://www.n-tv.de/technik/Pokemon-Go-ist-ein-Daten-Monster-article18226226.html

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/safe-harbor-abkommen-eu-usa-neuregelung-datenaustausch

http://www.rp-online.de/digitales/apps/wie-funktioniert-pokemon-go-bid-1.6114416

http://www.chip.de/news/Das-Warten-hat-ein-Ende-Pokemon-Go-erscheint-fuer-Android-und-iOS_96392600.html

„Weltmacht Google“, in: Phoenix, ausgestrahlt am 20. August 2016

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