„Ich mach euch alle zu Fischfutter!“

Gastbeitrag von ALEXANDER STRAUSS

Auf den Philippinen ruft der neue Präsident seine Bürger dazu auf, kriminelle Drogendealer und Junkies zu ermorden. Er will bis zu 100.000 Verbrecher hinrichten und sein Land innerhalb von sechs Monaten von der Kriminalität befreien.

 

Es klingt wie der kitschige Text in einem schlechten Film, aber auf den Philippinen ist nichts mehr so, wie es war.
Der am 30. Juni 2016 ins Amt des Präsidenten gewählte Rodrigo Duterte (71) kämpft mit aller Härte gegen den Drogenhandel auf dem Inselstaat. Er rief die Bevölkerung auf, kriminelle Drogendealer und Junkies zu ermorden! Duterte will den Drogenhandel mit Stumpf und Stil ausrotten: Für ihn sind Dealer Massenmörder, weiter nichts.

„Wir sind im Krieg“

Wer einen Junkie kennt, soll loslegen und ihn töten, sagte der ehemalige Bürgermeister der 1,5-Millionenstadt Davao bei einem Slumbesuch vor Hunderten Menschen. Seine Begründung war, „wir sind im Krieg“. Unter seinen brutalen Verehrern hat der Präsident auch schon den passen Kosenamen: „Duterte Harry“. Eine Anlehnung an die „Dirty-Harry“-Filme, in denen Clint Eastwood, einen knallharten Polizisten darstellte.


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„Ich will 100.000 Kriminelle hinrichten!“

Im Wahlkampf für das Präsidentschaftsamt hatte Duterte seinen Wählern, die Tötung von 100.000 „Kriminellen“ versprochen. Schon damals hatte er außerdem beteuert, dass ihm die Proteste von Menschenrechtlern egal sein werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern lies „Duterte Harry“ unmittelbar nach seinem Amtsantritt auch Taten folgen.

„Ich werfe Euch alle in die Bucht von Manila, bis die Fische fett sind“

Dass bei diesem Blutrausch auch Unschuldige sterben könnten, räumte der demokratisch gewählte Präsident, der mit einem Vorsprung von 15,5 Prozent siegte, bereits ein. „Ich werfe Euch alle in die Bucht von Manila, bis die Fische fett sind“, so Duterte. Laut seiner Aussage will er die Kriminalität im Land innerhalb von sechs Monaten ausrotten, indem er Zehntausende Kriminelle töten lässt.

 

22 Hinrichtungen am Tag

Alleine in den ersten Wochen seit dem Amtsantritt von Präsident Duterte kam es auf den Philippinen, zu mehr als 850 Tötungen. Das entspricht etwa 22 Hinrichtungen am Tag. Ohne Prozess oder richterliches Urteil.
Während etwa die Hälfte dieser Opfer von Polizisten erschossen wurden, geht der Rest der Ermordungen auf das Konto von zivilen Killern, die meist nachts zuschlagen und dabei keinerlei Strafen zu befürchten haben.
Die meisten Opfer dieses „Säuberungsbefehls“ sterben namenlos. Sie verschwinden einfach spurlos.

Die nächste Runde ist schon eingeläutet

Vor kurzem besuchte Duterte einen Armeestützpunkt nahe seiner Heimatstadt Davao. Dort las er, bei einer Rede, die Namen von 150 Polizisten, Gefängnisbeamten, Soldaten, Bürgermeistern, Abgeordneten und Richtern vor und beschuldigte sie als Dealer oder Junkies. Er befahl den namentlich genannten, sich umgehend der Polizei zu stellen, da er ihnen sonst die Armee und die Polizei auf den Hals hetzen werde.
Die genannten Politiker hätten keinen Personenschutz mehr, die Waffenlizenzen der Polizisten seien annulliert, so Duterte.

Gefängnisse platzen aus allen Nähten

Natürlich hat diese Säuberungsaktion, ohne jede Menschenwürde und Gerechtigkeit auch Folgen für die Gefängnisse auf den Philippinen. Die Kleinkriminellen des Landes können der Rache ihres Präsidenten nur entfliehen, in dem sie sich selbst der Polizei stellen. Nach offiziellen Angaben kam es bereits zu über 120.000 Selbstanzeigen, um der Todesstrafe zu entgehen.
In den Gefängnissen des Landes herrschen unmenschliche Zustände. Häftlinge werden zusammengepfercht und müssen meist auf dem nackten Boden schlafen. Auf eine Toilette kommen bis zu 100 Gefangene, die auf ihre Verhandlung warten. Bis die einzelnen Häftlinge vor Gericht gestellt werden, können oft Jahre vergehen.

 

Weiterer Artikel von Alexander Strauss:

„Pokémon go?“ – Der US-Geheimdienst spielt mit!

 

Alex

ALEXANDER STRAUSS, Jahrgang 1969, lebt am Fuße der Schwäbischen Alb und gehört zum Autoren- und Rechercheteam von Dr. h.c. Michael Grandt. Seine Schwerpunkte sind Medien, Hintergründe und Geopolitik.

 

 

 

Quellen:

Foto: http://www.asiasentinel.com/politics/rodrigo-duterte-control-philippine-congress/x (Bildzitat)

http://www.bild.de/politik/ausland/rodrigo-duterte/der-irre-von-manila-47199568.bild.html

http://www.bild.de/politik/ausland/philippinen/philippinen-hunderte-drogendealer-erschossen-47185664.bild.html
http://www.bild.de/politik/ausland/philippinen/drogenkrieg-auf-philippinen-endet-im-leichenmeer-47027408.bild.html

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