Bild: KI-generierte Illustration.

Rechtsextreme ukrainische Asow-Soldaten berichten in deutscher Schule

Ukrainische Soldaten berichten deutschen Schülern von Folter in russischer Gefangenschaft, sie sollen wissen, „worum es geht“, falls sie selbst einmal in einen Krieg mit Russland geraten. Doch hat eine solche einseitige Botschaft im Klassenzimmer überhaupt etwas verloren und wer sind eigentlich die Soldaten?

Ukrainische Kämpfer vor deutschen Schülern

Es ist schon eine Zeit her, aber ich möchte dennoch darauf aufmerksam machen, weil das für mich ein No-go ist!

Drei ehemalige ukrainische Kriegsgefangene traten nach ntv-Informationen vor Schülern einer deutschen Schule auf. Sie schilderten Hunger, Kälte, Misshandlungen und Folter während ihrer russischen Gefangenschaft. Die Schüler hätten beeindruckt reagiert und nur vorsichtig Fragen gestellt.

Bei den Besuchern handelte es sich demnach um Huan L., Gennadij C. und Ruslan O.* Lejva-García geriet nach der Kapitulation des Asow-Stahlwerks in Mariupol im Mai 2022 in Gefangenschaft.

Damit wurde das Klassenzimmer zum Ort unmittelbarer Kriegsschilderungen.

 

* Klarnamen sind mir bekannt.

——–

Die nicht mehr sagbaren, politisch UNKORREKTEN Hintergründe zum Krieg:

Deutschland und der Zwei-plus-Vier-Vertrag

Hier bestellen:

https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1038&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2Fa%2Fdeutschland-und-der-zwei-plus-vier-vertrag-5

Hitlergruß und Mörserbeschuss auf Zivilisten?

Besonders brisant ist die Vergangenheit des früheren Lehrers Gennadij C. Der Artillerist wurde 2023 vom Obersten Gericht der sogenannten Donezker Volksrepublik zu 25 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht warf ihm vor, die Zivilbevölkerung von Mariupol mit Mörserfeuer beschossen und einer als terroristisch eingestuften Vereinigung angehört zu haben. Gemeint war die Asow-Brigade.

C. beteiligte sich bereits seit 2014 an den Kämpfen in der Ukraine. Auch seine eigenen Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken werfen Fragen auf. Auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte er unter anderem ein Porträt aus dem belagerten Mariupol, auf dem im Hintergrund die von Asow verwendete Wolfsangel sowie die Parole „Tod den Feinden!“ zu sehen waren.

Noch drastischer war ein Weihnachtspost aus dem Jahr 2017: C. veröffentlichte dort eine Darstellung des Nikolaus mit Asow-Emblem und Hitlergruß.

Gerade vor diesem Hintergrund ist erklärungsbedürftig, weshalb ein Mann mit einer derart belasteten politischen und militärischen Vergangenheit vor deutschen Schülern auftreten und über einen möglichen zukünftigen Krieg mit Russland sprechen darf, ohne dass diese Vorgeschichte offenbar ebenso deutlich thematisiert wird.

Hintergrund:

Die Asow-Bridgade

Besonders heikel ist, dass die drei ukrainischen Besucher dem Asow-Verband angehörten beziehungsweise im Asow-Stahlwerk kämpften. Denn Asow ist keine gewöhnliche Militäreinheit mit unproblematischer Vorgeschichte.

Das 2014 gegründete Asow-Bataillon entstand unter maßgeblicher Beteiligung von Aktivisten aus der ukrainischen extremen Rechten. Sein damaliger Kommandeur und Mitbegründer Andrij Bilezkyj war zuvor in rechtsextremen und ultranationalistischen Organisationen aktiv. Auch internationale Medien, Wissenschaftler und Menschenrechtsorganisationen dokumentierten rechtsextreme beziehungsweise neonazistische Strömungen im frühen Asow-Umfeld.

Besonders umstritten war die Symbolik der Einheit. Asow verwendete als Emblem eine stilisierte Wolfsangel – ein Zeichen, das in unterschiedlichen historischen Zusammenhängen vorkam, aber auch von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Verbänden benutzt wurde. Asow selbst bestritt eine nationalsozialistische Bedeutung seines Symbols.

2014 wurde das Bataillon in die ukrainische Nationalgarde integriert und später umstrukturiert.  Die rechtsextremen Wurzeln und Verbindungen des ursprünglichen Verbandes sind jedoch historisch gut dokumentiert.

Gerade deshalb ist es erklärungsbedürftig, wenn Angehörige beziehungsweise ehemalige Kämpfer eines derart belasteten Verbandes vor deutschen Schülern auftreten. Politische Bildung müsste diese Vorgeschichte zumindest thematisieren und kritisch einordnen – anstatt den Besuchern allein aufgrund ihrer Kriegserfahrungen die Deutungshoheit im Klassenzimmer zu überlassen.

——–

Wie und weshalb brach der Ukraine-Krieg aus? – BEIDE Seiten dokumentiert:

Schlachtfeld Ukraine –Angriffs- oder Präventivkrieg?

Kostenlos bestellen: Info@konservative.de

———

„Wenn der Krieg jemals hierherkommen sollte“

Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass es offenbar nicht bei persönlichen Erinnerungen an die Gefangenschaft blieb. Ruslan erklärte gegenüber den Schülern:

„Wenn der Krieg jemals hierherkommen sollte, dann werden eure Lehrer zur Armee gehen.“

Seine Frau absolviere gerade einen Kurs für Scharfschützen. Ein weiterer ehemaliger Gefangener sagte den Jugendlichen:

„Ihr seid die Zukunft eures Landes.“

Die Schüler müssten wissen, worum es gehe, falls sie eines Tages selbst in einen Krieg mit Russland geraten würden.

Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Warum werden deutsche Schüler im Klassenzimmer von ukrainischen Kriegsteilnehmern auf das Szenario eines zukünftigen Krieges mit Russland angesprochen?

Schule darf Schüler nicht überwältigen

Politische Bildung an Schulen soll selbstverständlich auch Krieg, Russland und die Ukraine behandeln. Aber gerade bei einem emotional aufgeladenen Thema gelten besondere Anforderungen und  objektiv, aber von dem kann keine Rede sein!

Nach dem Beutelsbacher Konsens dürfen Schüler nicht mit einer gewünschten politischen Auffassung überwältigt werden. Ebenso gilt das Kontroversitätsgebot: Was politisch und gesellschaftlich kontrovers diskutiert wird, muss auch im Unterricht als kontrovers erkennbar bleiben.

Genau hier liegt das Problem solcher Veranstaltungen.

Ehemalige Kriegsgefangene, die vor Jugendlichen von Folter und Misshandlungen berichten, besitzen zwangsläufig eine enorme emotionale Autorität. Von Schülern kann kaum erwartet werden, dass sie unmittelbar danach die geopolitische Einordnung ihrer Gäste kritisch hinterfragen oder deren Aussagen überprüfen.

——–

UNSERE Toten im Mittelpunkt: Für DIESES Buch werde ich beleidigt und bedroht!

Hier bestellen:

https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1038&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2Fa%2Fdeutschland-muss-vernichtet-werden%2521

———-

Wo bleibt die politische Neutralität?

Wenn also Kriegsteilnehmer deutschen Jugendlichen nicht nur von ihren Erlebnissen berichten, sondern ihnen zugleich erklären, was sie wissen müssten, falls Deutschland selbst in einen Krieg mit Russland gerät, wird eine Grenze berührt.

Schule darf über Krieg aufklären.

Sie darf aber nicht zum Rekrutierungsraum für Feindbilder und Kriegstüchtigkeit werden.

 

 

Quellen:

Bild: KI-generiert/ChatGPT

https://www.n-tv.de/politik/Ex-Kriegsgefangene-bei-deutschen-Schuelern-DIe-Russen-entluden-ihre-Taser-an-uns-id30409894.html

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=4788598014581735&set=pb.100002947500153.-2207520000&type=3

https://t.me/SolovievLive/221520

https://t.me/NSDVDnepre/13153

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=4788598014581735&set=pb.100002947500153.-2207520000&type=3

 

Veröffentlicht in Aktuelles, Gesellschaft & Kultur, History, Kinder, Krieg, Putin, Ukraine, Zeitgeschichte und verschlagwortet mit .