Bild: KI-generierte Illustration

Warum die US-Rekordschulden Deutschland in den Abgrund reißen können

Die amerikanischen Staatsschulden haben erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Was zunächst wie ein Problem Washingtons aussieht, kann für Deutschland gefährliche Folgen haben, die noch niemand auf dem Schirm hat. Zwei Katastrophenauktionen mit Bundesanleihen gab es bereits.

Die 40-Billionen-Dollar-Marke ist gefallen

Die Zahlen sind gewaltig: Die Staatsschulden der USA haben erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Davon entfielen etwa 32,3 Billionen Dollar auf öffentlich gehaltene Schulden und weitere 7,8 Billionen auf Forderungen innerhalb des Staatssektors.

Die Staatsschulden entsprechen rund 123 bis 126 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Selbst die am Kapitalmarkt gehaltenen Schulden erreichen mittlerweile eine Größenordnung, die nahezu der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten entspricht.

Beunruhigend ist vor allem das Tempo. Anfang 2017 lag die Verschuldung noch bei knapp 20 Billionen Dollar. Innerhalb von weniger als zehn Jahren hat sie sich damit mehr als verdoppelt. Für den jüngsten Sprung von 39 auf 40 Billionen Dollar benötigten die USA gerade einmal rund fünf Monate. Der Schuldendienst gehört inzwischen zu den größten Ausgabenposten des amerikanischen Bundeshaushalts.

Der Krieg mit dem Iran verschärft die Lage zusätzlich. Neben den unmittelbaren militärischen Kosten treiben steigende Ölpreise die Inflationserwartungen und damit die Renditen langfristiger Staatsanleihen nach oben. Genau diese Kombination aus Krieg, Inflation, hohen Defiziten und wachsender Staatsverschuldung beunruhigt derzeit die internationalen Anleihemärkte.

———-

Gerade in Krisenzeiten: Kapitalanlagen in Gold, Silber und INVESTMENT-EDELSTEINE (Saphir, Rubin, Smaragd) bereits ab 30 Euro – alles dazu in meinem EXKLUSIVEN Buch, das es NICHT im Buchhandel gibt:

bannner - buchbestellung

Hier bestellen:

https://www.michaelgrandt.de/meine-buecher/geheimtipp-investment-edelsteine/

———-

Warum das Deutschland etwas angeht

US-Staatsanleihen bilden einen der wichtigsten Referenzmärkte der Welt. Steigen ihre Renditen deutlich, verändert sich auch die Bewertung anderer Anlagen. Warum sollte ein internationaler Investor beispielsweise eine zehnjährige deutsche Staatsanleihe mit sehr niedriger Verzinsung kaufen, wenn amerikanische Staatsanleihen erheblich höhere Renditen bieten? Damit entsteht Konkurrenz um das internationale Kapital.

Das heißt im Klartext: Je mehr Schulden Washington aufnimmt und je höhere Renditen Anleger verlangen, desto größer kann der Druck auf die Zinsen anderer Staaten werden. Denn der amerikanische Anleihemarkt wirkt dabei als wichtiger globaler Verstärker.

Katastrophen-Auktionen mit Bundesanleihen

Die Warnzeichen sind auch in Deutschland sichtbar. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte bereits 3,275 Prozent – den höchsten Stand seit 15 Jahren. ifo-Chef Clemens Fuest warnte bereits vor dem Ausfallrisiko von Staatsanleihen.

Wie angespannt die Nachfrage nach neuen deutschen Staatspapieren zeitweise bereits ist, zeigten zwei Auktionen im Juli 2026. Bei der Neuemission einer zehnjährigen Bundesanleihe am 8. Juli wurden Papiere im Volumen von sechs Milliarden Euro angeboten, während lediglich Gebote über rund vier Milliarden Euro eingingen. Rund 2,1 Milliarden Euro – knapp 35 Prozent des Emissionsvolumens – verblieben deshalb als sogenannte »Marktpflegequote« im Eigenbestand des Bundes. Nur sechs Tage später zeigte sich bei der Neuemission einer Bundesschatzanweisung ein ähnliches Bild: Von sechs Milliarden Euro Emissionsvolumen wurden rund 1,78 Milliarden Euro beziehungsweise knapp 30 Prozent zurückbehalten. Das Vertrauen der Investoren schwindet demzufolge.

Aber ausgerechnet jetzt benötigt Deutschland selbst gewaltige Mengen zusätzliches Kapital. Denn Merz & Co. Haben die Finanzpolitik grundlegend verändert: Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben führen zu einer erheblich höheren Kreditaufnahme. Für 2027 rechnen Analysten inzwischen mit deutschen Anleiheemissionen von bis zu 400 Milliarden Euro – ein Rekordwert. Gleichzeitig wird für die Eurozone insgesamt ein Bruttoangebot an Staatsanleihen von rund 1,54 Billionen Euro erwartet.

——–

FÜR NUR 10 EURO! 

So schützen Sie Ihr Vermögen vor dem Euro- und Bankenzerfall:

Der kommende Bankencrash und wie Sie sich davor schützen können

Hier bestellen:

https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1038&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2Fa%2Fder-kommende-bankencrash-und-wie-sie-sich-davor-schuetzen-koennen-7

———

Deutschland gerät in die Zinsfalle

Für Berlin könnte daraus ein gefährlicher Kreislauf entstehen. Steigende Renditen bedeuten, dass neue Bundesanleihen teurer verzinst werden müssen. Zunächst betrifft das nur neu ausgegebene beziehungsweise refinanzierte Schulden. Mit der Zeit werden jedoch immer größere Teile des Schuldenbestandes zu den höheren Zinssätzen finanziert. Dann wächst die Zinsrechnung des Bundes.

Geld, das für Schuldzinsen ausgegeben werden muss, steht jedoch nicht mehr für Infrastruktur, Renten, Bildung, Verteidigung oder Steuersenkungen zur Verfügung. Alternativ muss der Staat die Steuern erhöhen oder noch mehr Schulden aufnehmen.

Und genau hier liegt die Gefahr: Deutschland könnte sich in abgeschwächter Form in dieselbe Richtung bewegen, die in den USA bereits deutlich sichtbar ist – höhere Schulden erzeugen höhere Zinsausgaben, höhere Zinsausgaben erhöhen den Finanzierungsbedarf, und dieser wiederum erzeugt neue Schulden. Ein Teufelskreislauf.

Nicht nur der Staat zahlt höhere Zinsen

Steigende Renditen von Bundesanleihen verteuern tendenziell aber auch die Finanzierung von Unternehmen und privaten Haushalten. Denn Unternehmensanleihen müssen gegenüber sicheren Staatsanleihen einen Renditeaufschlag bieten. Steigt bereits die Basisverzinsung, verteuert sich deshalb häufig auch die Unternehmensfinanzierung. Das trifft wiederum eine Volkswirtschaft, die aber dringend Investitionen benötigt.

Eine Fabrik, ein neues Logistikzentrum oder eine größere Immobilieninvestition, die sich bei Finanzierungskosten von drei Prozent rechnet, kann bei fünf oder sechs Prozent unrentabel werden. Die Folge: Unternehmen verschieben Projekte, investieren weniger oder bauen Kapazitäten anderswo auf.

Auch Immobilienkäufer und Bauunternehmen bekommen höhere Kapitalmarktzinsen zu spüren. Dadurch kann aus einem amerikanischen Schuldenproblem über die internationalen Kapitalmärkte schließlich ein deutsches Investitions- und Wachstumsproblem werden.

Auch eine deutliche Dollarschwäche hätte Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Exporte in die USA würden für amerikanische Käufer teurer, während amerikanische Produkte in Europa günstiger würden. Für die exportorientierte deutsche Industrie wäre auch dies eine Belastung.

—

Hier bestellen:

https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1038&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2Fa%2Fachtung-finanzdiktatur%2521

———-

Deutschland sitzt nicht im Zuschauerraum

Amerikas 40 Billionen Dollar Schulden sind deshalb keineswegs nur eine gigantische Zahl in Washington. Das eigentliche Risiko für Deutschland besteht in einer Kettenreaktion:

Mehr US-Schulden → größeres Angebot an US-Anleihen → höhere Renditeforderungen → Druck auf die internationalen Anleihemärkte → höhere deutsche Staatszinsen → steigende Finanzierungskosten für Bund, Unternehmen und Immobilien → weniger Investitionen und schwächeres Wachstum.

Die US-Rekord-Verschuldung ist deshalb auch für Deutschland ein Warnsignal. Nicht weil Washington morgen zahlungsunfähig, sein könnte, sondern weil die größte Volkswirtschaft der Welt immer größere Kapitalmengen benötigt und dadurch den Preis des Geldes weltweit beeinflussen kann.

Wenn Amerika immer mehr Schulden zu immer höheren Zinsen finanzieren muss, zahlt Deutschland die Rechnung nicht direkt – aber möglicherweise über höhere Zinsen, weniger Investitionen, schwächeres Wachstum und einen immer größeren Schuldendienst des eigenen Staates. Deutschlands Abhängigkeit von den internationalen Kapitalmärkten macht die amerikanische Schuldenexplosion damit zu einem Risiko vor der eigenen Haustür.


N E U !

„War denn Rommel mit dem Teufel im Bunde?“

(Britische Generäle)

“Adolf Hitler, eine Korrektur, BAND 7“ (Balkan-Nordafrika-Rommel)

Hier vorbestellen:

https://c.kopp-verlag.de/kopp,verlag_4.html?1=1038&3=0&4=&5=&d=https%3A%2F%2Fwww.kopp-verlag.de%2Fa%2Fadolf-hitler-eine-korrektur-band-7-2


Quellen:

Abbildung: ChatGPT

https://rtde.org/wirtschaft/289236-amerika-versinkt-in-rekordschulden-von/

https://apollo-news.net/wegen-merz-schuldenpolitik-ifo-chef-warnt-vor-ausfallrisiko-von-staatsanleihen/

https://apollo-news.net/katastrophenauktion-in-den-usa-staatsanleihenkrise-spitzt-sich-weiter-zu/

https://www.deutsche-finanzagentur.de/bundeswertpapiere/factsheet/isin/DE000BU2Z072?cHash=2a1ed8ff5e6368a119818e3e675a4cc1&

 

Veröffentlicht in Aktuelles, Finanzen, Gesellschaft & Kultur, Journalismus, Krisenschutz, Politik, Sachwerte, USA, Wirtschaft und verschlagwortet mit .