Gegen das Volk: So rücksichtlos wurde der Euro zwangseingeführt

Die beim Volk heiß geliebte D-Mark wurde europäischen Interessen geopfert. Aus Angst vor ihren eigenen Bürgern führte die Regierung keine Volksabstimmung durch. Die Menschen verloren mit der „Zwangseinführung“ und den Preiserhöhungen Milliarden. Wer war dafür verantwortlich?

 

Ich will in meinem Klartext-Newsletter noch einmal daran erinnern, wie uns der Euro in diktatorischer Weise „aufgedrückt“ wurde und welche Parteien dafür verantwortlich sind.

Die Einführung des Euro am 1. Januar 2002 (als Bargeld) war eine der kühnsten Maßnahmen, die in der jüngeren Zeit von europäischen Staaten im Finanzsektor getroffen wurde. Fast „über Nacht“ hatten 320 Millionen Menschen in 12 verschiedenen Ländern das gleiche Geld in ihrem Portemonnaie.

 Der Euro wurde gegen den Willen der Bürger „zwangseingeführt“

In Deutschland waren der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU), der später „Mister Euro“ genannt werden sollte, mit Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) die treibenden Kräfte, für die Einführung des Euro. Und das, obwohl die Bundesregierung wusste, dass sie die öffentliche Meinung gegen sich hatte!

Im deutschen Bundestag stimmten aber, den Volkswillen gnadenlos mitachtend, über 90 Prozent der Abgeordneten für den Euro.

Das Abstimmungsergebnis am 23. April 1998:

  • 575 Ja-Stimmen
  • 35 Nein-Stimmen (27 PDS, 3 CDU/CSU, 4 SPD, 1 FDP)
  • 5 Enthaltungen (1 CDU, 2 Bündnis 90/Grüne, 2 FDP)

Damit stimmten 93,5 Prozent unserer Volksvertreter FÜR die Einführung des Euros.

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 Geheimhaltung über die Abstimmung bis heute!

Das hat mich selbst überrascht: Es gibt keine offizielle, vollständig veröffentlichte prozentuale Aufschlüsselung nach Parteien in der amtlichen Bundestagsstatistik.

Warum? – Die Abstimmung war namentlich, aber:

Auswertungen nach Fraktionen stammen meist aus Medienanalysen, wissenschaftlichen Studien und nicht aus einer einheitlichen offiziellen Tabelle.

Rekonstruierte Parteipositionen (historisch belegt):

CDU/CSU:

  • nahezu geschlossen dafür
  • Zustimmung: ~95–98 %
  • nur wenige Abweichler (z. B. Euro-Kritiker)

SPD:

  • ebenfalls große Mehrheit dafür
  • Zustimmung: ~90–95 %

Bündnis 90/Die Grünen:

  • überwiegend dafür
  • Zustimmung: ~85–95 %

FDP:

  • klar pro Euro
  • Zustimmung: nahe 100 %

PDS (heute Die Linke):

  • überwiegend dagegen
  • einzige Fraktion mit größerer Ablehnung

70 % des Volkes dagegen – 93,5 % der Politiker dafür!

Wie ich dargelegt habe, stimmten 575 Abgeordnete für die Einführung des Euros. Das sind 93,5 Prozent.

Nach dem Allensbach-Institut waren vor den Einführung 70 Prozent der Bundesbürger gegen die Einführung des Euro, bzw. gegen die Abschaffung der D-Mark.

Die Bundesregierung hatte also radikal gegen das eigene Volk gestimmt und den Euro „zwangseingeführt“.

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Kohl: „Bei der Euroeinführung war ich wie ein Diktator“

Kohl gab das später selbst zu: „Ich wusste, dass ich die Abstimmung nie gewinnen kann in Deutschland. Eine Volksabstimmung über die Einführung des Euro hätten wir verloren (…) und zwar im Verhältnis 7 zu 3“. Doch was ist schon das Volk?

Kohl weiter: „Das politische Leben läuft so: Demokratie hin, Demokratie her, Wahlen hin und her, repräsentative Demokratie kann nur erfolgreich sein, wenn irgendeiner sich hinstellt und sagt: So ist das. Ich verbinde – wie ich – Existenz mit diesem politischen Projekt (…) In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro, in einem Fall war ich wie ein Zauderer, habe alle Probleme ausgesessen (…)“

Die rücksichtslose Zwangseinführung hat jeden von uns viel Geld gekostet. Die Kettung an die unsägliche EU und die Währungsreform wird uns in Zukunft noch VIEL MEHR kosten.

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 Quellen:

Deutsche Bundesbank: Der Weg zur Europäischen Währungsunion

Jens Peter Pauls: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation. Fallstudien zur deutschen Entstehungsgeschichte des Euro (Doktorarbeit): https://cdn.jornaldenegocios.pt/files/2013-04/09-04-2013_16_39_06_tesekohl.pdf, S. 286, 287, 293 (Interview mit Helmut Kohl)

https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/268004/vor-20-jahren-bundestag-stimmt-fuer-den-euro/

https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/der-euro-der-weg-zur-waehrungsunion-605408

Plenarprotokoll 13/248: Deutscher Bundestag: Stenographischer Bericht. 248. Sitzung vom 16. Oktober 1998: https://dserver.bundestag.de/btp/13/13248.pdf

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/1998-04-23-euro-943048?utm_source=chatgpt.com

Beschluss der Bundesregierung zur Festlegung des Teilnehmerkreises an der Dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (774 Seiten): https://dserver.bundestag.de/btd/13/102/1310250.pdf

Zweiter Bericht des Arbeitsstabes Europäische Wirtschafts- und Währungsunion des Bundesministeriums der Finanzen und der Bundesministerien (AS WWU) vom 27. März 1998 (144 Seiten): https://dserver.bundestag.de/btd/13/102/1310251.pdf

 

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