SAT1 plant in der Sendung "Planetopia" am 14.11. 2011 um 22:15 Uhr ein Interview mit Michael Grandt zum Thema "Wie sicher sind die Renten?". Die Aufnahmen sind abgeschlossen.
04.11.2011 - NEWS: Michael Grandt mit der Ehrendoktorwürde geehrt
Michael Grandt arbeitet seit 1992 als Publizist, Dozent und Fachberater für die Themenbereiche Wirtschaft, Finanzen und Zeitgeschichte. Er hat an zahlreichen Fernsehreportagen u.a. für BBC, Channel 4, ORF, RTL, SAT 1 und PRO 7 mitgearbeitet und bisher 22 Bücher veröffentlicht. Im Jahr 2005 wurde ihm durch den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg die Staufermedaille für besondere Verdienste für das Land verliehen. Mehrere seiner Bücher schafften es auf die Bestsellerlisten von Spiegel, Focus, Handelsblatt, Stern und manager magazin.
Michael Grandt ist bei seinen Lesern dafür bekannt, dass er Klartext spricht und die Dinge beim Namen nennt. Dabei ist ihm wichtig, dass er seine Aussagen und Thesen mit seriösen Belegen untermauern kann, die nicht wegzudiskutieren sind. In seinen Büchern hat er schon vor Jahren vorhergesagt, dass Griechenland Bankrott gehen wird, dass Portugal, Spanien, Italien und Frankreich in große Schieflage geraten werden und die Lebensversicherungen nicht mehr sicher sind. Damals wurde er für seine Prognosen belächelt, aber heute lacht niemand mehr. Dennoch wird er von den Mainstreammedien weitgehend ignoriert, weil offensichtlich nicht sein kann, was nicht sein darf. Seine ehrlichen und seriösen Analysen passen nicht zum political correctness.
Bei uns gemieden, im Ausland geehrt: Für seine Aufklärungsarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen und seiner Kritik am bestehenden Finanzsystem wurde Michael Grandt nun von der staatlichen Universiät Pitesti mit der Ehrendoktorwürde (»Dr. h.c.«) ausgezeichnet. Das berechtigt ihn, an der Universität Vorlesungen vor Studenten und dem Senat zu halten. Die Universität ist die drittgrößte in Rumänien mit rund 12.000 Studenten und 700 wissenschaftlichen Angestellten. Sie gliedert sich in zehn Fakultäten, u.a. auch der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.
Herr Univ.-Prof. Dr. Ing. Gheorge Crivac, zuständig für auswärtige Angelegenheiten, überreichte Michael Grandt am 4. November 2011 die - für Ausländer - sehr seltene Auszeichnung in den Räumen der Universität.
Michael Grandt hat sein neues Buch mit dem Arbeitstitel "Der Eurocrash kommt - So retten Sie Ihr Vermögen" beendet. Es soll im Januar 2012 im Kopp-Verlag erscheinen und nimmt alle Anlagearten objektiv unter die Lupe und gibt Tipps, wie man sicher durch die Euro-Krise kommt.
22.08.2011 - NEWS: Bundeskanzlerin signiert Michael Grandts Buch "Der Staatsbankrott kommt"
Wußte sie es, oder wußte sie es nicht, was sie da signiert? Jedenfalls macht sich das ganze Internet darüber lustig. Auf N24 zeigte man, wie Angela Merkel das Buch signierte und auch die Süddeutsche Zeitung (Ausgabe vom 22.08.2011) zeigte ein Foto, sowie die Sächsische Zeitung (Ausgabe vom 22.08.2011). Das Video ist zu sehen auf http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/die-bundeskanzlerin-und-der-staatsbankrott.html (ganz unten anklicken) ______________________________________________________________________________
25.05.2011 - NEWS: "Europa vor dem Crash" auf Platz 1 Bestsellerliste aller
08.05.2011 - NEWS: "Europa vor dem Crash" auf weiterhin auf der Bestsellerliste
Das Buch kletterte auf der Spiegel-Bestsellerliste auf Platz 40 (08.05.2011), auf der manager magazin-Bestsellerliste auf Platz 10 (Mai 2011) und auf der Handelsblatt-Bestsellerliste auf Platz 4 (Mai 2011). _____________________________________________________________________ 07.04.2011 - NEWS: "Europa vor dem Crash" auf der SPIEGEL-Bestsellerliste
Rund einen Monat nach erscheinen hat es das Buch "Europa vor dem Crash", das Michael
Grandt mit den Autoren Udo Ulfkotte und Gerhard Spannbauer geschrieben hat, auf die
SPIEGEL-Bestsellerliste geschafft. In der ersten Woche rangiert es auf Platz 47 (Ausgabe
14.03.2010 - PRESSEMITTEILUNG zum Thema "Rücktrittsforderung gegen
Innenminister Rech"
In den letzten Tagen meldeten mehrere Medien, dass der "Enthüllungsjournalist Michael Grandt
aus Balingen" im Zuge der Ermittlungen im Amoklauf Winnenden, den Innenminister von Baden-Württemberg, Rech, aufforderte, zurückzutreten. Dies ist aus folgenden Gründen eine
FALSCHMELDUNG:
1. Ich wohne nicht in Balingen
2. Hat diese Forderung mein Bruder GUIDO Grandt während der Pressearbeit zu seinem
neuen Buch "Der Amoklauf von Winnenden" gestellt.
Ich persönlich möchte mich zu dem Fall Winnenden aufgrund fehlender Informationen nicht
positionieren. Ebenso habe ich Herrn Rech als gradlinigen Politiker kennengelernt.
Esowatch.com = Eso-Quatsch.com? von Michael Grandt
Seit geraumer Zeit versucht die Internetseite Esowatch.com den KOPP-Verlag und
seine Autoren zu beleidigen und zu verunglimpfen. Dabei scheint das Portal bei ihren Diffamierungen gegen Andersdenkende selbst vor rechtlichen Verstößen nicht
zurückzuschrecken, wie Kritiker behaupten. Kritische Autoren und deren Verleger müssen viel aushalten – und das ist gut so, denn wenn
man in ein Wespennest sticht, muss man auch mit der Reaktion leben. Allerdings gibt es ein
Internetportal, das bezeichnenderweise in sehr mutiger Form, nämlich »anonym«, gezielt
Portal, das gegen jegliche Glaubenssysteme, pseudowissenschaftliche Heilmethoden (u.a. auch
alternative Heilmethoden) und Pseudowissenschaft vorgeht, also gegen Alle, die über keine
streng rationale oder sektiererische Wissenschaftsgläubigkeit verfügen. Dabei werden im Blog (http://blog.esowatch.com/) häufig beleidigende und diskreditierende Artikel gegen Verlage und
nicht Schlimmes, denn daran hat man sich gewöhnt. Man kann sich zwar viel gefallen lassen,
aber nicht alles und wenn unerlaubte Verwendungen von Fotos sogar Straftatbestände erfüllen
könnten, schon gar nicht. Sicherlich aus rechtlichen Gründen als Satire gekennzeichnet werden der Verlag und seine
Autoren aufs Übelste diffamiert. So ist von »medialen Kanalratten« und »Großmeistern des
absoluten Schwachsinns« usw. die Rede. Der Verlag wird beispielsweise als »Verlag für aktive Verblödung« (http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=266) tituliert usw. usf. Ausgeklammert wird dabei natürlich, dass viele der Autoren des Verlages Auszeichnungen
erhalten haben. So etwa William F. Engdahl, der u.a auch Gastprofessor an der Beijing
University of Chemical Technology in China ist und 2007/2008 die Auszeichnung Project
Censored Award erhielt. Der auf Gerhard Wisnewski’s Bestseller »Das RAF-Phantom« basierende Fernsehfilm erhielt 2000 den Grimme-Preis und den 3sat-Zuschauerpreis.Wisnewski selbst
erhielt 2009 den José Lutzenberger-Preis für Zivilcourage und Whistleblowing. Michael Grandt
wurde im Jahre 2005 vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten die Staufer-Medaille
für besondere Verdienste verliehen. Andreas von Rétyis Arbeit wurde u.a. durch Who’s Who
in the World gewürdigt, seine Werke erschienen in mehreren Sprachen. Bestsellerautoren
sind u.a. Udo Ulfkotte, Andreas von Retyi, Thomas Mehner und Gerhard Spannbauer. Das alles wird natürlich ausgeblendet, wenn es darum geht, andere zu eigenen Zwecken zu
diffamieren.
Viele rechtliche Verstöße von Esowatch? Recherchiert man im Internet über Esowatch.com, wird man schnell fündig, denn das Portal
steht selbst unter massivem Beschuss. Holger Meyer schreibt beispielsweise in seinem Online-Artikel
folgendes (alle folgende Hervorhebungen durch MG): »Da gibt es seit einer Zeit z. B. eine Site namens Esowatch.com, die anonym, ansonsten
unbescholtene Zeitgenossen, verunglimpft. Das wäre wahrscheinlich nichts Neues, wenn
nicht die Betreiber von Esowatch.com freimütig einräumen würden, dass unter den Betreibern
der Site zumindest ein wegen Verleumdung verurteiltes Mitglied ist, und man sich nur
deshalb anonym gebärdet, um sich dem Zugriff der deutschen Justiz zu entziehen: ORGINALZITAT ESOWATCH: 'Deutsches Recht gilt in Deutschland, unsere Server stehen
veröffentlicht wird, scheint die Betreiber nicht zu stören (…) Ein kleiner Trost mag zwar sein,
dass die sich selbst so sicher fühlenden Betreiber von Esowatch.com aufgrund ihres
Verhaltens längst nicht mehr so anonym sind, wie sie es nach eigenem Bekunden gerne wären,
indem einige Betreiber wie Herr Peter Wind und Herr Thomas Xavier inzwischen namentlich
bekannt sind (…)
Die Recherchequalität von Esowatch ist völlig unzureichend und gleichzeitig versucht Esowatch
aber mit Pseudodiskussionsforen den Eindruck einer gleichberechtigten Diskussion zu
erwecken, deren Beiträge aber samt und sonders von Esowatch vorab zensiert bzw. verändert
werden, und dann, ohne dass der eigentliche Autor noch irgendein Zugriffsrecht ausüben kann,
die Beiträge aber unter dessen Namen veröffentlicht werden.« Holger Meyers abschließendes Urteil: »Auf Esowatch verbreitete Informationen sollten mit absoluter Vorsicht behandelt werden,
weil Esowatch keinesfalls das Wohl der Internetbenutzer im Auge hat, sondern ganz
offensichtlich aufgrund eigener Substanzlosigkeit mit vor allem unlauteren Mitteln versucht,
die eigene Internetbekanntheit zu erhöhen. Wie bereits erwähnt, ist mindestens ein
Betreiber von Esowatch wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt (www.biophotonen-online.de/news/20080317.htm), und trotzdem versuchen die Betreiber von Esowatch,
aufgrund ihrer trotzdem weiter verbreiteten wiederholten Verleumdungen, sich der deutschen
Gerichtsbarkeit dadurch zu entziehen, indem die Site esowatch.com zum einen in Hong Kong
registriert ist, und zum anderen die Site kein Impressum besitzt und daher der Zugriff
der Name eines Internet-Portals, in dem sich eine kleine Gruppe streng dogmatischer
Skeptiker in rührender Weise und mit viel Liebe zum Detail an seinen Feindbildern abarbeitet (…) Esowatch.com bietet einen bunten Mix aus Wissen, Halbwissen, Unfug,
bewusst gestreuten Falschinformationen und subjektiven Wertungen, die aus
juristischer Sicht ausgesprochen interessant sind. Zu den kleineren Delikten gehört dabei ein
fehlendes Impressum. Schwerwiegend sind die vielen Verstöße gegen § 186 StGB
(Üble Nachrede), § 187 StGB (Verleumdung) und in großem Umfang stattfindende
Urheberrechts-Verletzungen (§ 97 UrhG) wie z. B. die die unautorisierte Verwendung von
Fotos. Auf der anderen Seite haben die überwiegend in kindlich naiv gehaltener Sprache
formulierten Inhalte pubertierender Erwachsener einen erheblichen Unterhaltungswert (…)« Man sollte also nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt. An die Betreiber von Esowatch.com: Sehen Sie diesen Content natürlich als Satire an,
der nur meine persönliche Sicht der Dinge darlegt.
Während die einen zustimmen, haben die "Linken" eine wohl bundesweite Netzkampagne gegen mich gestartet, so wie es mir ein ehemaliger "Freund" angedroht/prophezeiht hat. Ich werde in diversen linken Foren wüst beschimpft und diskreditiert. Auch ehemalige "Weggefährten" wenden sich von mir ab, obwohl es mir in all den Jahren egal war, dass diese "links außen" stehen. Aber das entlarvt diese Personen, denn alles, was nicht ihrer Meinung ist, wird abgelehnt. Soviel zum Toleranzverständnis.
Klar ist mir auch, dass diejenigen, die jeden Tag um 6.00 Uhr aufstehen und hart arbeiten mir recht geben, jene allerdings, die von Transferleistungen leben, mich kritisieren. Gleichwohl möchte ich nochmals betonen, um was es mir bei diesen beiden Artikel ging: Die arbeitende Bevölkerung wird vergessen, diejenigen, die unseren Sozialstaat erst möglich machen, werden weiterhin zur Kasse gebeten. Für diejenigen wollte ich eine Lanze brechen.
Bei manchen doch so energischen "Grandt-Gegnern" frage ich mich jedoch allen Ernstes, ob jene ihre Energie nicht lieber in das Schreiben von Bewerbungen oder Fortbildungen investieren sollten. Es ist beinahe erschreckend wie viel Energie und Zeit aufgebracht wird, um zu kritisieren, zu demonstrieren usw., anstatt sich um einen Job zu bemühen. Ohje, das ist wohl auch schon wieder zuviel gesagt: Man fordert die Menschen auf, sich zu bemühen, oh Gott ... wie schlimm ...
03.07.2009 - NEWS: "Skeptiker-Szene" gegen Michael Grandt
Die Skeptiker- und Aufklärerszene, die bisher - zumindest nicht feindlich - gegen mich eingestellt war, versucht im Internet Stimmung gegen mich zu machen, weil ich Co-Autor des Antibiotika-Buches bin. Sie bedient sich dabei dem gleichen Argumentationsmuster wie fundamentalistische Sekten, also genau jene, die sie eigentlich bekämpfen wollen: Alles was nicht in ihr Weltbild passt ist falsch und wird verteufelt, keinen Platz für Kompromisse oder dass Tolerieren einer anderen Meinung.
26.05.2009 - NEWS: ANTIOBIOTIKA AUS DER NATUR - Das neue Buch von Michael und Marion Grandt erscheint
Ab sofort kann das neue Buch von Michael und Marion Grandt bestellt werden. _____________________________________________________________________________________
07.04.2009 - NEWS: Michael Grandt beendet neues Buch
Michael Grandt hat sich einem neuen, für ihn sehr ungewöhnlichen Thema gewidmet: Antibiotika aus der Natur. Zusammen mit seiner Frau Marion Grandt, die sich seit über 20 Jahren mit Heilpflanzen und ihren Wirkungen beschäftigt, haben sie im Auftrag des KOPP-Verlages ein Buch darüber geschrieben. Es soll im Juni/Juli 2009 erscheinen. Näheres wird bekanntgegeben.
Am 10.3.2009 wurde im ZDF "Frontal 21" unangekündigt (wohl aus taktischen Gründen) ein kritischer Beitrag zur Waldorfschule und vor allem zur Waldorflehrerausbildung gezeigt, die meine Recherchen aus dem Schwarzbuch bestätigen. Ein Verfassungsexperte und der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes kritisierten vor allem die, ihrer Ansicht nach, unzureichende Ausbildung der Waldorflehrer im Gegensatz zu staatlichen Pädagogen.
AKTUELL - MICHAEL GRANDT: "Mission vorerst erfüllt!"
"Meine Aktionen gegen Waldorf sind vorerst beendet. Das Thema hat im Moment den Reiz verloren, es gibt bei weitem Wichtigeres und Spannenderes als die Anthroposophen und ihre esoterische Lehre. Trotzdem war es spannend, mich mal wieder damit zu befassen. Ich ziehe eine positive Bilanz: Man hat es nicht geschafft, das Buch gleich vom Markt zu klagen. Ein enorm großes Medienecho (s.u.) und ich habe eine Diskussion in Deutschland entfacht, die auch in großen Zeitungen, TV- und Hörfunksendern geführt wurde. Was will man als Autor mehr?
Mit Verleumdungen und ungerechtfertigter Kritik muss und kann ich leben, es gibt schlimmeres. Ich danke nochmals dem Gütersloher Verlagshaus und seinem Chefjustitiar für eine gute Zusammenarbeit. Waldorf wird ein Thema bleiben, denn immer noch bekomme ich täglich Briefe, Anrufe und Mails von Betroffenen, die mir recht geben. Eine Publikation wird es aber erst wieder mittelfristig geben.
Jetzt wird erst noch ein Film im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu dem Thema ausgestrahlt, den Kollegen von mir erarbeiten. Dies wird eine neue Diskussion um die fragwürdige Anthroposophie und den Waldorfschulen entfachen. Ich freue mich darauf und werde gewiss wieder etwas darüber machen - aber alles zu seiner Zeit: Mission vorerst erfüllt!"
20.02.2009 - NEWS: Michael Grandt als Experte auf DVD
Auf einer von KOPP-Media produzierten DVD wird Michael Grandt als Experte zum Thema "Untergang der Lousitania" zu sehen sein. Das Schiff wurde im 1. Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt, fast 1200 Menschen kamen ums Leben. Deutschland wurde "Massenmord" auf See vorgeworfen, die weltweite Empörung war groß. Jetzt wurde das Wrack entdeckt und festgestellt, dass der Dampfer ein umgebautes Kriegsschiff war und die britische Admiralität die Zivilisten opferte, damit die USA in den Krieg gegen Deutschland eintraten. Michael Grandt ist einer der ersten deutschen Journalisten, der diese bisherige Geschichtsfälschung publizierte. Wann die DVD auf dem Markt kommt ist noch nicht ganz sicher.
Die Waldorfvertreter wollen, dass das Buch vom Markt verschwindet. Das haben sie uns in der Verhandlungspause beim Prozess klipp und klar gesagt.
Wie sehr sie Angst vor diesem Buch haben? Jedenfalls haben sie es mit ihrer Klagerei soweit gebracht, dass genau das eingetroffen ist, was sie damit wohl zu verhindern hofften:
1. Eine große Debatte in vielen Medien (bisher über 170 Berichte in Zeitungen, Radio, TV, Online)
2. Die beste PR die man sich als Autor und Verlag wünschen kann. Mit jedem Angriff des BFW erhöht sich die Verkaufszahl des Buches nachweislich.
3. Kopfschütteln bei Nicht-Waldörflern und Nicht-Anthroposophen über das rigorose Vorgehen und die Zensurversuche
4. Bisher fast 100 Briefe und E-Mails an mich von Betroffenen Waldorfeltern und Schülern, die mir recht geben und das Buch für gut und wichtig finden. Einige Betroffene sind sogar bereit bei TV- und Radiosendungen zu dem Thema mitzuwirken
5. Dadurch umfangreiches Material für neue Projekte, die schon vorbereitet sind.
6. Sogar manche Waldorfbefürworter sehen die ewige Klagerei jetzt schon sehr kritisch.
01.11.2008: "Kirche im Dorf lassen" - Michael Grandt zu den Passagen, die geschwärzt werden müssen:
Als der Anwalt des Verlages das Vorgehen der Waldorffunktionäre und des Gerichtes unlängst in London seinen Kollegen aus England und den USA erläuterte, erntete er erstauntes Kopfschütteln. So etwas ist in Deutschland möglich?
Ja, das ist es.
Um immer wieder auf die wohl - gesteuerten - Pressemitteilungen entgegenzuwirken, hier die Punkte, die vom Bund der Freien Waldorfschulen (BFW) und das Landgericht Stuttgart moniert wurden und die wohl ein Kopfschütteln abverlangen:
1.
Ich habe aus einem Buch von Erich Gabert zitiert (das immerhin als Band 1 der Schriften der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschule in 10 Auflagen über 40 Jahre erschienen ist). Der Autor schliesst darin körperliche Strafen nicht ausdrücklich aus.
Das Gericht stellte fest, dass meine Zitate alle richtig waren, aber - und jetzt fängt für mich als Autor der staatliche Eingriff auf ein Manuskript an - ich müsste auch die Stellen aus einem ganz anderen Buch erwähnen (das Gabert kommentiert und erst viel später erschienen ist, der Autor heißt Kniebe), indem dies wieder relativiert wird.
Für mich als Autor kommt das so an: Ein Gericht schreibt vor, dass wenn man ein Thema kritisch beleuchtet (und immerhin eine Originalquelle nennt), auch noch die dazugehörige Sekundärliteratur studieren muss, ob irgendwo eine Relativierung der Orginalquelle vorkommt. Das ist - jeder der Bücher schreibt weiß das - nicht möglich.
Zudem stehen in den vielen waldorfverherrlichenden Büchern ja auch keine kritische Anmerkungen.
2.
Bei der Beschreibung der Begründung der Waldorfschule ist mir ein Kommafehler unterlaufen, der die ganze Satzaussage in das Gegenteil verdreht, was ich eigentlich schreiben wollte. Obwohl ich die Gründung der Schule an zwei anderen Stellen "richtig" beschrieben hatte, war dieser Kommafehler nun ein großes Problem für den BFW. Zugegeben, der Satz ist, wenn man das Komma versetzt, (in diesem Falle) nicht gerade meisterlich, aber der Schreibstil eines Autor sollte nicht auch noch gerichtlich einklagbar sein.
3.
Ich hatte den Präsident des Deutschen Lehrerverbandes zitiert, der vor 1,5 Jahren bereits im Rheinischen Merkur von sich gab, dass die Waldorfschulen sich nicht an PISA beteiligt hätten.
Vor 1,5 Jahren und ist heute noch so Online abrufbar. Jetzt klagt der BFW dagegen, weil es in meinem Buch steht! Wie war das mit "persönlichem Kreuzzug gegen den Autoren"?
Ich hatte den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes beim Schreiben dieser Passage angerufen und gefragt, wie er zu dieser Äußerung komme und er hat mir gesagt, es gäbe keine PISA-Studie, in denen Waldorfschulen aufgeführt sind.
Jetzt bringt der BFW vor, dass wohl 14 Schulen sich daran beteiligt hätten, aber nur 2 ausgewertet worden sind.
Meines Wissens nach wurde dies nie in der Öffentlichkeit kommuniziert, bzw. tauchen diese beiden Schulen in keiner PISA-Studie auf.
Das Gericht hielt sich nun an dem Wort "beteiligt" auf und obwohl ich eine extra Kapitelüberschrift und zusätzlich geschrieben hatte, dass dies Zitat vom Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes gemacht wurde, war es der Ansicht, dass ich mir das Zitat so zu eigenen gemacht habe, als hätte ich es selbst gesagt (!)
4.
Ich hatte als rhetorische Frage gestellt: "Entspricht dies einer gesetzlich geforderten Gleichartigkeit der Ausbildung von staatlichen Lehrern und Waldorflehrern?"
In Wirklichkeit hätte es heißen müssen "gesetzlich geforderte Gleichwertigkeit ..."
FAZIT: Die Kirche im Dorf lassen, denn der mündige Leser sieht anhand dieser Stellen, dass die Gesamtkritik am Waldorf-System dadurch gar nicht betroffen ist, es geht offensichtlich nur darum, einen kritischen Autor und seinen Verlag so zu verunsichern mit immer mehr und mehr klagen, bis man keine Lust mehr verspürt, sich mit diesen "Herrschaften" anzulegen.
31.10.2008: PRESSEERKLÄRUNG DES VERLAGES ZUM URTEIL DES LANDGERICHT STUTTGART:
"Das Landgericht Stuttgart hat dem Gütersloher Verlagshaus durch Urteil aufgegeben, drei kleine Änderungen im "Schwarzbuch Waldorf" von Michael Grandt vorzunehmen. Dem Autor war bei Beschreibung der Gründung der ersten Waldorfschule ein Kommafehler unterlaufen, des Weiteren hatte er statt des korrekten Begriffs "Gleichwertigkeit" der Waldorflehrerausbildung im Vergleich zu staatlichen Lehrern "Gleichartigkeit" geschrieben und schließlich hatte er mit ausdrücklicher Erlaubnis des Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus dessen juristisch bis dato ihm gegenüber nie angegriffene Aussage zitiert, dass Waldorfschulen nicht an der Pisa-Studie teilgenommen hatten.
Diese Beispiele zeigen, dass es dem klagenden Bund der Freien Waldorfschulen (BFW) nicht darum geht, sich sachlich mit der fundierten Kritik des "Schwarzbuchs" auseinanderzusetzen, sondern lediglich darum, mit zweifelhaften juristischen Störversuchen auf Nebenschauplätzen ein unliebsames, aufklärendes Buch zu attackieren.
Der Verlag freut sich, dass der BFW nun wegen Zeitablaufs keine weiteren Einstweilige Verfügungen gegen das Buch mehr initiieren kann und bereitet eine geänderte, um die genannten Kleinigkeiten modifizierte Fassung vor. Gegen die Hauptaussagen des Buchs wurde ohnehin keinerlei Widerspruch laut. Bis zum endgültigen Abverkauf ist die bisherige Auflage in den Buchhandlungen erhältlich. Der Verlag wird die alte, ohnehin beim Verlag nahezu ausverkaufte Fassung in einer geschwärzten Fassung ausliefern."
24.10.2008: BUND DER FREIEN WALDORFSCHULEN UND THEMEN-DER-ZEIT UNTERSCHREIBEN STRAFBEWEHRTE UNTERLASSUNGS- UND VERPFLICHTUNGSERKLÄRUNGEN DES VERLAGES:
Das Gütersloher Verlagshaus ist mir zwei Strafbewehrten Unterlassungen- und Verpflichtungserklärungen gegen den Bund der Freien Waldorfschulen und das Internet-Info-Portal "Themen-der-Zeit" vorgegangen.
Der BFW hatte in seiner Presseerklärung zum Prozess am 16.10.2008 verbreitet, dass:
"1. Das sog. "Schwarzbuch Waldorf" des Journalisten Michael Grandt, das das Gütersloher Verlagshaus herausbringen wollte, darf auch weiterhin nicht erscheinen.
2. Das Landgericht Stuttgart hat dem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. in seinem Urteil gestern in allen zu verhandelnden Punkten Recht gegeben.
3. Es wurden damit zwei Einstweilige Verfügungen gegen das Erscheinen des Buches erwirkt."
Themen-Der-Zeit übernahm die Punkte 2 und 3.
Laut Anwälte des Verlages sind in der o.g. Pressemitteilung durchweg falsche bzw. verzerrte Aussagen (s. die Presseerklärung des Verlages v. 21.10.2008, unten).
Der Bund der Freien Waldorfschulen als auch der Betreiber des Internet-Medien-Portals haben die Unterlassungserklärung unterschrieben (ohne Anerkennung einer Rechtspflicht) und ihre Pressemeldungen sofort aus dem Netz genommen.
Aufgrund eines schriftlichen Hinweises durch Michael Grandt nahm auch das Internetportal "Anthromedia" die Pressemeldung offline.
Michael Grandt dazu: "Mir wirft der Bund der Freien Waldorfschulen falsche Quellen und Fakten in meinem Buch dar, sie selbst können aber nicht einmal eine Pressemeldung ohne verzerrte und falsche Aussagen schreiben. Ein Witz der Treppengeschichte."
21.10.2008: PRESSEERKLÄRUNG DES GÜTERSLOHER VERLAGSHAUSES ZUM PROZESS VOR DEM LANDGERICHT STUTTGART:
"Verlag und Bund der Waldorfschulen schließen Vergleich
Am 16.10.2008 fand vor dem Landgericht Stuttgart die Verhandlung über den Widerspruch des Gütersloher Verlagshauses gegen eine vom Bund der Freien Waldorfschulen (BFW) erwirkte einstweilige Verfügung gegen vereinzelte Passagen des Waldorf-kritischen „Schwarzbuch Waldorf“ von Michael Grandt statt.
Da der Verlag die seines Erachtens völlig nebensächlichen Ergänzungswünsche des Gerichts zu dem im Schwarzbuch angesprochenen Thema körperliche Gewalt und Waldorfpädagogik längst mit einem Einlegeblatt erfüllt hat, schlossen Verlag und BFW vor Gericht einen Vergleich. Dieser besteht wie üblich bei Gericht in einem wechselseitigen Nachgeben und beinhaltet, dass der Verlag nicht vollständig auf dem ursprünglichen, längst ergänzten Text beharrt und dass der BFW dafür wegen in weiten Teilen abgewiesenen Verbotsantrags 1/3 der Verfahrenskosten zu tragen hat.
Dass der BFW vor diesem Hintergrund in seiner jüngsten Presseerklärung der Wahrheit zuwider bewusst falsch verbreiten lässt, dass ein „Urteil“ ergangen sei, gar „zwei einstweilige Verfügungen“ erwirkt seien und das Schwarzbuch auch „weiterhin nicht erscheinen“ dürfe, ist eine bewusste und dreiste Falschinformation der Öffentlichkeit und wird Gegenstand einer anwaltlichen Unterlassungsaufforderung sein.
Pressemitteilungen des BFW sind ohnehin mit Vorsicht zu lesen. So steht am Ende seiner jüngsten Erklärung der hehre, vorliegend vom BFW selbst ad absurdum geführte Anspruch „Der BFW begrüßt grundsätzlich auch kritische Auseinandersetzungen mit der Theorie und Praxis der Waldorfschulen.“ Das Gütersloher Verlagshaus als Verleger des Waldorf-kritischen „Schwarzbuch Waldorf“ von Michael Grandt kann darüber, wie wenig der BFW diesem selbst gesetzten Grundsatz gerecht wird, angesichts der panischen, polemischen und in jeder Hinsicht unsouveränen Reaktion des BFW auf das Schwarzbuch nur staunen. Mit Befremden nahm der Verlag jedenfalls zur Kenntnis, dass die offiziell so kritikfreudigen Vertreter des BFW in einer Sitzungspause nichts weniger vom Verlag verlangten, als dass „dieses Buch vom Markt verschwinden müsse“.
Bezüglich weiterer vom BFW angegriffener Tatsachenfeststellungen des Autors steht eine gerichtliche Entscheidung noch aus, bis dahin kann das Buch auch diesbezüglich weiterhin ungehindert vertrieben werden. Hier geht es um absolute Kleinigkeiten, wie etwa der Frage, ob der Autor ein Komma richtig gesetzt hat oder ob der vom Autor verwendete Begriff der Gleichartigkeit (der Waldorflehrerausbildung) etwas anderes bedeutet als Gleichwertigkeit. Der Justitiar des Gütersloher Verlagshauses, Rainer Dresen, sprach vor Gericht angesichts der Qualität und Quantität der vom BFW nun tatsächlich gerichtlich geltend gemachten Punkte und der vorher öffentlich behaupteten, angeblich 120 Fehlerstellen von Peanuts. Deren Vorbringen durch den BFW zeige, dass alle anderen, viel wichtigeren und bezeichnenderweise unwidersprochen gebliebenen Aussagen des Autors dann im Umkehrschluss zutreffen. Würden derartig überspannte Anforderungen wie sie das Stuttgarter Gericht vorliegend für das „Schwarzbuch“ aufstellt, auch für andere Sachbücher gelten, könne man sich, so Dresen, das Verlegen kritischer Bücher in Zukunft sparen.
Eine weitere der verhandelten Fragen war, ob Waldorfschulen an der Pisa-Untersuchung teilgenommen hatten. Der Autor hatte hierzu im Schwarzbuch keinen geringeren als den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes zitiert, dessen seit über einem Jahr vom BFW unwidersprochen hingenommene Aussage dazu lautete: „An der Pisa-Studie waren Waldorfschulen – aus welchen Gründen auch immer – nicht beteiligt.“ Nun behauptete der BFW, dass gleichwohl einzelne Schulen beteiligt gewesen sein sollen. Eine Klärung jener Frage konnte in der Verhandlung nicht erfolgen, ein präsenter Zeuge aber behauptete, von der Pisa-Organisation die Nicht-Teilnahme der Waldorfschulen ebenfalls bestätigt erhalten zu haben.
Weshalb der BFW weiterhin meint, dass die von ihm bisher benannten Textstellen nur „ ein Bruchteil dessen sind, was am Schwarzbuch als verfälschend, irreführend oder schlichtweg falsch zu werten ist“ bzw. warum er sich dann auf die Geltendmachung dieser wenigen Kleinigkeiten beschränkt hat, bleibt sein Geheimnis. Das Gericht jedenfalls machte klar, dass weitere als die beantragten Verfügungen nicht mehr ergehen werden."
10.10.2008: NEWS - "OHRFEIGE FÜR ALLE BETROFFENEN" - STELLUNGNAHME zum "artour"-BEITRAG (MDR)
Es kam wie angekündigt: Das "Schwarzbuch Waldorf" wurde in einem Beitrag von Tillmann Jens verissen, nachdem es im Vorfeld schon ein unglaubliches Gerangel über die Ausstrahlung des Beitrages gab.
Ich nenne diesen Beitrag eine "Ohrfeige für alle Betroffenen". Täglich erhalte ich Briefe und Mails von betroffenen Schülern und Eltern, die das Waldorfsystem kritisieren und Schlimmes erlebt haben. Einige davon kann man in meinem Gästebuch nachlesen, andere wiederum haben Angst und schreiben anonym.
Tillmann Jens' Beitrag ist geradezu eine Verhöhnung für diese Betroffenen, die keine Lobby haben.
Zu Jens' journalistischer "Arbeit":
Im Beisein von Zeugen erklärte er im Vorgespräch, dass er selbst in einer Waldorfschule war und wegen Schlägen (sic!) dann von seinen Eltern aus der Schule genommen wurde. Er finde mein Buch gut und wichtig. Zwei Stellen hatte er zu kritisieren, diese sind wir dann durchgegangen.
Diese journalistische Praktik ist unsauber. Man kann in einem Vorgespräch nicht den Eindruck erwecken, auf "meiner Seite" zu stehen und dann einen Beitrag produzieren, der genau das Gegenteil aussagt.
Nicht umsonst teilte mir vermutlich der verantwortliche Chef vom Dienst (CVD) bereits am 6.10. mit, dass die Arbeit von Jens "nicht gut" war und der Beitrag überarbeitet werden soll. Warum dieser nun doch 1:1 so übernommen wurde ist bisher nicht erklärt worden.
Andererseits kann man Jens vorwerfen, in seinem Buch, das im Januar im gleichen Verlag wie das Schwarzbuch erscheint, die Demenzkrankheit seines Vaters zu vermarkten.
07.10.2008: NEWS - NEUES MYSTERIÖSES ÜBER DEN "ttt"-BEITRAG
Nach Auskunft des Redakteurs des "ttt"-Beitrages soll dieser nun doch unverändert am 09.10.2008 um 22:05 Uhr im MDR (Artour) ausgestrahlt werden. Damit wird das Gerangel um diesen Beitrag immer Mysteriöser, hatte die "ttt"-Redaktion den Beitrag doch am 05.10.2008 aus dem Programm genommen, um ihn angeblich zu überarbeiten!
Hatte die "ttt"-Redaktion einfach nicht den Mut, den Beitrag zu senden, oder warum wird dieser jetzt doch genauso in der Sendung "artour" gesendet?
Irgendetwas stimmt hier nicht. Aber eine Erklärung dafür konnte man bisher nicht liefern. Allerdings soll der Beitrag ein totaler Verriss des Buches sein, obwohl der Redakteur noch bei den Dreharbeiten Michael Grandt bescheinigte, wie wichtig das Buch sei.
07.10.2008: NEWS - LESUNG AUS DEM "SCHWARZBUCH" VOLLER ERFOLG
Die Lesung aus dem "Schwarzbuch Waldorf" in der Buchhandlung Daniel in Balingen war ein voller Erfolg. Der Raum war ausgebucht. Entnervt verliess nach einiger Zeit eine mutmaßliche Waldorfvertreterin (so spekulierten andere Zuhörer) die Buchhandlung, weil sie wohl erkannte, dass Michael Grandt nur Argumente der Waldorfpädagogen und Zitate von Rudolf Steiner verwendete, die sie nicht angreifen konnte. Diskutieren wollten diese offensichtlich nicht mit Michael Grandt, obwohl er das zu Beginn der Lesung anbot.
Verschiedene betroffene Eltern meldeten sich zu Wort und bestätigten Michael Grandts Thesen. Auch ein ehemaliger Waldorflehrer gab ihm recht.
Schade, dass es fast keine Buchhandlung wagt, Michael Grandt ein Forum für seine Lesung zu geben, wohl aus Angst vor Druck von der Waldorfseite aus.
06.10.2008: NEWS - "ttt"-REDAKTION LIEFERT FADENSCHEINIGE BEGRÜNDUNG FÜR DAS ABSETZEN DES WALDORFKRITISCHEN BEITRAGES
Hier das offizielle Statement der "ttt"-Redaktion:
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zuschauer,
bezüglich ihrer Anfrage zu unseren gestrigen Sendung ttt, möchten wir Ihnen folgendes mitteilen: Der Autor des "Schwarzbuch Waldorf" erhebt in seinem Buch schwere Vorwürfe gegen Waldorfschulen. Unsere Recherchen und Gespräche ergaben, dass der Autor wesentliche Thesen seines Buches nicht belegen kann , weshalb wir eine weiterführende Recherche für notwendig hielten. Der Beitrag in seiner gegenwärtigen Form erwies sich nach Einschätzung unserer Redaktion als nicht relevant genug für die Sendung ttt am Sonntagabend. Interessierte Zuschauer können ihn jedoch in einer überarbeiteten Fassung am 09.10.2008 im Kulturmagazin "artour" um 22.05 im MDR sehen.
Mir freundlichen Grüßen Ihre ttt- Redaktion"
Ich lasse die Behauptung der "ttt-"Redaktion ich könne wesentliche Thesen meines Buches nicht beweisen, juristisch prüfen. In meinem Buch sind über 300 Belege aufgeführt, die zu 90% aus den Schriften von Waldorfpädagogen oder Anthroposophen stammen.
Zudem widerspricht sich die Redaktion selbst: Denn wie sollen dann - ihrer Meinung nach - die jetzt "nicht belegbaren" Thesen nach einer Überarbeitung plötzlich "belegbar" werden?
Ich halte dies für eine fadenscheinige Begründung. Auf Nachfrage beim Chef vom Dienst (CVD), der für diesen Beitrag verantwortlich ist, gibt dieser zu, das Buch selbst nicht gelesen zu haben, sondern ein Kollege.
Zudem stellt er fest, dass die Arbeit des Redakteurs, der diesen Beitrag gedreht und recherchiert hat, "nicht gut" war.
Der Beitrag wude also im Internet und im Videotext angekündigt, auch zwei Trailer liefen als Aufhänger zu diesem Thema in der ARD obwohl der Beitrag offensichtlich so schlecht war, dass man ihn dann nicht gesendet hat. Das ist wahrlich keine Profi-Arbeit und lässt Raum für Spekulationen.
auf dem zu lesen ist: "Dieter Moor (Fernsehmoderator und Hobby-Demeter-Landwirt". Dieter Moor war der Moderator für die "ttt"-Sendung am 05.10.2008. Demeter ist eine Verwertungsenossenschaft von anthroposophischen Bauern.
05.10.2008: NEWS - "ttt"-REDAKTION NIMMT WALDORFKRITISCHEN BEITRAG ZUM "SCHWARZBUCH WALDORF" OHNE BEGRÜNDUNG AUS DEM PROGRAMM
Die "ttt"-Redaktion des MDR nimmt den waldorfkritischen Beitrag ohne Begründung aus dem Programm. Auf Nachfrage beim Redakteur erklärt dieser Michael Grandt "Ich werde das nicht kommentieren, habe es selbst gerade erst erfahren."
Der Beitrag war im Internet angekündigt und auch im Videotext bis nach der Sendung aufgeführt. Ein Trailer in der ARD um 22.45 Uhr wies ausdrücklich noch einmal auf diesen Beitrag hin, doch er wurde nicht gesendet.
Michael Grandt klärt nun mit dem verantwortlichen Chef vom Dienst, warum es zu dieser Entscheidung kam und ob wohl Druck von Seiten der Waldorffunktionäre ausgeübt wurde.
27.09.2008: NEWS - MICHAEL GRANDT IN DER ARD und dem MDR
Am 5.10.2008 um 23.05 Uhr ist in der Sendung "ttt" (Titel-Thesen-Temperamente) in der ARD ein Beitrag und ein Interview mit Michael Grandt zum "Schwarzbuch Waldorf" geplant.
Am 9.10.2008 um 22.05 Uhr ist ebenfalls ein Beitrag in der Sendung "artour" im MDR geplant.
"Am heutigen Tage hat das Gütersloher Verlagshaus wie geplant das „Schwarzbuch Waldorf“ des Journalisten Michael Grandt an seine Buchhandelskunden ausgeliefert.
Damit ist das Buch (ISBN 978-3-579-06995-1) ab sofort im Buchhandel erhältlich.
Falsch ist deshalb die vom Bund der Freien Waldorfschulen (BFW) veranlasste dpa-Meldung vom 19.9.2008, wonach es dem BFW gelungen sei, die Auslieferung des Schwarzbuch Waldorf mit juristischen Mitteln zu stoppen.
Eine in Bezug auf das Schwarzbuch auf Antrag des BFW ergangene Einstweilige Verfügung vom 11. September 2008 sprach gerade kein Vertriebsverbot des Schwarzbuchs Waldorf aus, sondern verlangte lediglich einige wenige ergänzende Angaben zum Thema „Waldorf-Erziehung und körperliche Gewalt“. Diese Ergänzungen konnten noch in die Druckauflage integriert werden.
Der Verlag hat gegen die gerichtliche Verfügung gleichwohl Widerspruch eingelegt, über den am 16. Oktober 2008 vor dem Landgericht Stuttgart öffentlich verhandelt wird.
Dies wird unter anderem Gelegenheit zur Erörterung der Frage geben, weshalb der BFW eigentlich seit Jahrzehnten ausgerechnet als Band 1 der Schriftenreihe seiner Pädagogischen Forschungsstelle einen Erziehungsratgeber zum Thema „Strafe“ führt, bei dem es zum Beispiel auch in der aktuellen Ausgabe unter der Kapitelüberschrift „Schmerzen“ heißt: „Jedermann kennt den körperlichen Schmerz. Er kann eine erzieherische Funktion haben; […] Jemandem bewusst Schmerzen zuzufügen, wird den Menschen heute immer unsympathischer.“
Das Gütersloher Verlagshaus wird sich auch weiterhin allen durchsichtigen Versuchen des BFW widersetzen, ein wichtiges und offenbar den Nerv Vieler treffendes Buch diskreditieren und mit juristischer Hilfe der interessierten Öffentlichkeit vorenthalten zu wollen.
Deshalb weist der Verlag auch den Vorwurf des BFW zurück, wesentliche Aussagen des Schwarzbuchs enthielten entweder keine oder veraltete oder falsch zitierte Quellen.
Ebenso wendet sich der Verlag gegen den Versuch des BFW, den Autor persönlich zu diskreditieren, indem auf eine mehr als zehn Jahre zurückliegende, andere österreichische Buchveröffentlichung verwiesen wird, bei der einige wenige Passagen wegen des sehr speziellen ausländischen Zivilprozessrechts und aus Gründen des Quellenschutzes nicht aufrechterhalten werden konnten."
20.09.2008: NEWS - ANTHROPOSPHIE-EXPERTE FORDER MEHR OFFENHEIT VON WALDORFSCHULEN
In der Debatte um das "Schwarzbuch Waldorf" hat der Anthroposophie-Experte Helmut Zander mehr Offenheit von den Waldorfschulen gefordert. Die Waldorf-Pädagogen müssten "offensiver und offener" mit den weltanschaulichen Hintergründen ihrer Pädagogik umgehen, sagte Zander.
19.09.2008: VERLAG LEGT WIDERSPRUCH GEGEN EINSTWEILIGE VERFÜGUNG EIN
Das Gütersloher Verlagshaus (Random House) legt Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung vor dem Landgericht in Stuttgart ein. Mit einer Entscheidung ist die nächsten zwei Wochen zu rechnen.
17.09.2008: NEWS - INTERVIEW MIT GESCHÄFTSFÜHRER DES GÜTERSLOHER VERLAGSHAUSES
Verlagsgeschäftsführer Klaus Altepost im Interview mit "Buchmarkt.de", indem er uneingeschränkt zum "Schwarzbuch Waldorf" und Michael Grandt steht:
"Interview 16.09.2008 16:37
Klaus Altepost zur Einstweiligen Verfügung gegen "Schwarzbuch Waldorf"
Das Schwarzbuch Waldorf von Michael Grandt wird bereits in vielen Feuilletons besprochen, da untersagt das Landgericht Stuttgart dem Gütersloher Verlagshaus durch Einstweilige Verfügung die Verbreitung des Buches, soweit es um das Thema körperliche Strafen gehe [mehr...]. Verlagsgeschäftsführer Klaus Altepost erläutert, wie es nun weitergeht.
buchmarkt.de:DiePressemitteilung klingt ziemlich juristisch. Was passiert jetzt? Erscheint das Buch oder nicht? Und wenn ja, wann?
Altepost: Wenn eine Einstweilige Verfügung ergangen ist, laufen rechtliche Automatismen ab. Deshalb lassen sich juristisch klingende und auch gemeinte Formulierungen nicht immer vermeiden. Das Buch wird ungehindert ausgeliefert. Bis zu einer Entscheidung über unseren Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung ergänzen wir das Buch um ein Beiblatt, in das wir die gerichtlich geforderten zusätzlichen Hinweise zum Thema körperliche Strafen und Waldorfpädagogik aufnehmen.
buchmarkt.de: Was sind die nächsten Schritte des Verlages? Und was heißt eigentlich dieser Satz aus Ihrer Pressemitteilung: "Der Verlag wird diesen Hinweis beachten, jedoch seine entgegenstehende, der Sprachlogik folgende Auslegung der Reichweite der Verlagswerbung gerichtlich verteidigen"?
Altepost: Wir liefern wie geplant aus, nun dank des gesteigerten Medieninteresses mit noch größeren Verkaufserwartungen als vorher. Wir bereiten parallel den Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung vor. Wir gehen davon aus, dass es schon nächste Woche zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Stuttgart kommen wird, bei der die Frage der körperlichen Gewalt in der Waldorfpädagogik eingehend erörtert werden wird.
Der von Ihnen zitierte Satz bezieht sich auf die Verlagswerbung zu der 2. Auflage der überarbeiteten Neuausgabe des Buchs „Strafe in der Selbsterziehung und in der Erziehung des Kindes“ von Erich Gabert/Georg Kniebe. Die frühere Fassung war von Erich Gabert alleine geschrieben worden, er aber befürwortete körperliche Gewalt stärker als dies in der Neuausgabe steht, unser Schwarzbuch erwähnte die Neuausgabe nicht. In der Verlagswerbung unter
www.siriusonline.de/verlag/produkte.nsf/Produktansicht/3f3bb0e2d6dce991c12567a90059102e?OpenDocument&ExpandSection=1 heißt es zur 2. Auflage:
„Georg Kniebe hat das Buch - bereits in mehreren Auflagen erschienen und zu einer unverzichtbaren Grundlage für die Waldorfpädagogik geworden - grundlegend aktualisiert und durch eigene Überlegungen ergänzt.“
Wir meinen, dass der Begriff „bereits in mehreren Auflagen erschienen“ bei der Werbung für die 2. Auflage schon wegen der Verwendung des Plurals logisch nur bedeuten kann, dass auch Vorgängerauflagen, also noch weitere als etwa nur die 1. Auflage der Neuausgabe, so eben auch die (nunmehr ja wegen nicht mehr zeitgemäßer Aussagen zur körperlichen Gewalt eher ungeliebte) 10. und letzte Auflage der Vorgängerausgabe nach Meinung des Verlages eine „unverzichtbare Grundlage für die Waldorfpädagogik“ waren. Gegen diese unsere Darstellung der Bewerbung der Vorgängerausgaben hatte Waldorf geklagt und unseres Erachtens zu Unrecht vorläufig obsiegt.
buchmarkt.de: Im Feuilleton gab es auch Kritik am Stil des Buches. Werden Sie die Gelegenheit nutzen, auch da einige Änderungen vorzunehmen?
Altepost: Wir sehen dazu keinerlei Veranlassung. Der Stil des Buchs entspricht dem eines typischen Schwarzbuchs, das ja seiner Definition nach eine Sammlung von Negativbeispielen aus der Sicht des Autors sein soll. Wir gestehen jedem Rezensenten eigene Auffassungen zu Fragen des Stils zu, respektieren aber vor allem die jeweiligen Auffassungen unserer Autoren, wenn und soweit sie sich - wie vorliegend ganz zweifelsohne - im Rahmen des Verlagsüblichen halten.
16.09.2008: NEWS - PRESSEMITTEILUNG DES GÜTERSLOHER VERLAGSHAUS ZUR EINSTWEILIGEN VERFÜGUNG
"Am 11.September 2008 hat das Landgericht Stuttgart dem Gütersloher Verlagshaus durch Einstweilige Verfügung untersagt, das Buch des Autors Michael Grandt „Schwarzbuch Waldorf“ anzubieten, auszuliefern oder zu verbreiten, soweit es zum Thema des Verhältnisses der Waldorfpädagogik zu körperlichen Strafen in den Waldorfschulen aus dem Buch „Die Strafe als Selbsterziehung und in der Erziehung des Kindes“ zitiert, ohne dabei nachfolgend näher bezeichnete gerichtliche Auflagen zu beachten. Der Verlag bedauert, dass der Bund der Freien Waldorfschulen das Angebot des Verlages zu einem klärenden Gespräch über angebliche falsche, in Wirklichkeit nie auch nur ansatzweise substantiierte Tatsachenbehauptungen ausgeschlagen und stattdessen Gerichte Hilfe gesucht hat. Souveränität im Umgang mit Kritikern sieht anders aus, entsteht doch so der Verdacht, dass ein grundsätzlich missliebiges Buch in Gänze verhindert und ein renommierter Autor mundtot gemacht werden soll.
Der Verlag wird diesen durchsichtigen Versuch der Beeinflussung der öffentlichen Diskussion über die kontroverse, in Grandts Buch thematisierten Frage, ob die Waldorfschulen Weltanschuungsschulen sind, mit allem Nachdruck zurückweisen. Deshalb wird der Verlag gegen die Einstweilige Verfügung Widerspruch einlegen. Bis zu einer positiven Entscheidung über den Widerspruch wird das Buch mit einem klarstellenden Hinweis ausgeliefert, der den gerichtlichen Auflagen entspricht.
Ein Kritikpunkt des Gerichts war, dass im Schwarzbuch nur Passagen aus dem Buch von Grabert, immerhin von 1951 bis 1998 in zehn Auflagen als Band 1 der Schriftenreihe der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen erschienen, zitiert werden, die sich zustimmend zu körperlichen Strafen äußern. Eindeutig der Anwendung körperlicher Gewalt zustimmenden Passagen bei Grabert wie zB „Das Schmerzerlebnis [hat] eine seelisch-reinigende und zugleich eine das Bewusstsein aufweckende und aufhellende Wirkung. Dabei kann solcher Schmerz in der Strafe von der aller verschiedensten Art sein. Er kann rein physischer Schmerz sein, wie bei einem Schlage, einer Ohrfeige.“ müssten, so das Gericht, zukünftig auch Passagen gegenübergestellt werden, in denen Grabert die negativen Folgen körperlicher Gewalt erörtert.
Im Schwarzbuch muss zukünftig weiter klargestellt werden, dass 1998 eine Neubearbeitung des Grabert-Buchs durch einen Autor Kniebe erfolgte, in der körperliche Strafen ausdrücklich abgelehnt werden. Interessanterweise aber nennt das Vorwort der Neubearbeitung Graberts Fassung trotz der teilweisen Abkehr von dessen Thesen zur körperlichen Gewalt weiterhin einen „Klassiker der Literatur zur Waldorfpädagogik“ und ein „verdienstvolles Buch“. Und die oben zitierte Passage Graberts zur körperlichen Gewalt schreibt Kniebe trotz seiner Ablehnung körperlicher Gewalt im Übrigen nur eher dezent um zu: „Das Schmerzerlebnis [hat] eine seelisch-reinigende und zugleich eine das Bewusstsein aufweckende und aufhellende Wirkung. Dabei kann solcher Schmerz in der Strafe von der aller verschiedensten Art sein. Der rein physische Schmerz, wie beim Schlag, bei der Ohrfeige, kommt wohl in den seltensten Fällen wirklich in Betracht.“
Schließlich muss nach dem Wunsch des Gerichts klargestellt werden, dass sich die Verlagswerbung des überarbeiteten Gabert-Werkes („Georg Kniebe hat das Buch – bereits in mehreren Auflagen erschienen und zu einer unverzichtbaren Grundlage der Waldorfpädagogik geworden – grundlegend aktualisiert und durch eigene Überlegungen ergänzt “) nicht mehr auf die Gabert-Fassung, sondern ausschließlich auf die Kniebe-Neubearbeitung beziehen soll. Der Verlag wird diesen Hinweis beachten, jedoch seine entgegenstehende, der Sprachlogik folgende Auslegung der Reichweite der Verlagswerbung gerichtlich verteidigen.
Auskünfte in Rechtsfragen: Pressekontakte:
Rainer Dresen Karin Rohde Rechtsabteilung Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
15.09.2008: NEWS - EINSTWEILIGE VERFÜGUNG GEGEN "SCHWARZBUCH"
Der Bund der Freien Waldorfschulen hat eine Einstweilige Verfügung gegen das Erscheinen des "Schwarzbuch Waldorf" angestrengt. Diese wird zur Zeit jur. geprüft. Dadurch kann aber das Buch nicht wie geplant heute ausgeliefert werden.
Die Aktion des Bundes der Freien Waldorfschulen wird auch in eigenen Reihen kritisiert. So schreibt Christian Grauer von Info3:
"Der Bund der Freien Waldorfschulen begeht Selbstmord (...) Die Dummheit, diesen faux Pas nun erneut zu begehen, verursacht fast physischen Schmerz (...) Auf solche Aktionen haben Grandt und seine Mitstreiter doch nur gewartet wie ausgehungerte Piranhas, denn sie sind die beste PR für das Buch. Der Enthüllungsanspruch von Grandt, der hinter Waldorf eine rigorose Sekte vermutet, wird dadurch nur bestätigt und die gesellschaftliche Diskussionsunfähigkeit der Waldorfvertreter wird aktenkundig demonstriert (...) Statt auf Argumente und positive gesellschaftliche Präsenz zu setzen, manöveriert man sich mit beispielloser Unprofessionalität ins gesellschaftliche Abseits einer Pitbull-Sekte, die auf unbescholtene Journalisten mit Klagen und Verfügungen losgeht (...) Diese peinliche Aktion treibt jedem Waldorfschüler die Schamesröte ins Gesicht (...) Denn hier endet mein Verständnis für die Menschlichkeit der offenbar vollständig unfähigen PR-Abteilung des Bundes der Waldorfschulen und ich weigere mich als Mitglied einer Waldorfschule, einen solchen Bund als Vertretung anzuerkennen (...)
Den ganzen Text unter: www.schachtelhalm.net (Der Bund der Freien Waldorfschulen begeht Selbstmord)
"Bund der Freien Waldorfschulen: Neues Grandt-Buch ist unseriös und lässt jegliche journalistische Sorgfalt vermissen
Stuttgart. Bund der Freien Waldorfschulen: Das so genannte „Schwarzbuch Waldorf“ des Autors Michael Grandt, das das Gütersloher Verlagshaus im September auf den Markt bringen will, ist ein Lehrstück schlechten Journalismus, das nicht sachlicher Aufklärung, sondern der Verunglimpfung eines Erfolgsmodells dient.
Der Vorstand des Bundes verwahrt sich auf das Schärfste gegen den Vorwurf des Autors, die Schulpraxis an den Waldorfschulen befinde sich nicht in Einklang mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland (...)"
1. Unrichtigkeit:
Michael Grandt behauptet in seinem Buch mit KEINEM WORT, dass die Schulpraxis an Waldorfschulen sich nicht im Einklang mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland befinden. Er zitiert Josef Kraus, den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, der zur Waldorflehrerausbildung sagt: "Mit Wissenschaft und wissenschaftlicher Ausbildung, wie sie das Grundgesetz auch von Lehrern an freien Schulen verlangt, hat das wenig zu tun".
Des weiteren fordert Michael Grandt auf, die anthroposophische Lehre auf ihre Verfassungskonformität zu überprüfen, da ihr Begründer Rudolf Steiner - nach Feststellung von zwei Bundesbehörden - "Rassen diskriminierende" Aussagen machte.
(...) "und weist darauf hin, dass bereits ein anderes Buch des Autors Grandt, das so genannte "Schwarzbuch Anthroposophie" vor zehn Jahren wegen zahlreicher Fehler von einem Wiener Verlag zurückgezogen wurde. "
2. Unrichtigkeit:
Das benannte "Schwarzbuch Anthroposophie" wurde 1997 nicht wegen "zahlreicher Fehler" von einem Wiener Verlag zurückgezogen, sondern weil (damals) in Österreich Eidesstattliche Versicherungen (wie sie die Autoren von Jugendlichen erhielten, die sie in Deutschland zu ihren Erlebnissen in einer Waldorfeinrichtung interviewten) NICHT als Beweismittel dienten und deshalb entsprechende Passagen geschwärzt werden mussten
"Die neue Publikation Grandts lässt jeglichen Ansatz journalistischer Sorgfalt vermissen."
3. Unrichtigkeit:
Zur jorunalistischen Sorgfaltspflicht gehört, der Gegenseite Gelegenheit zur Stellungnahme und der Darstellung ihrer Sicht zu gewähren. Michael Grandt hat für das "Schwarzbuch" 110 (sic!) Waldorfinstitute und anthroposophische Einrichtungen angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Es erfolgte keine Reaktion!
Mehrfache Anfragen, um öffentliche Diskussionen zu führen wurden vom Bund der Freien Waldorfschulen ebenfalls abgelehnt.
"Wesentliche Aussagen Grandts sind Behauptungen ohne Quellenangaben. Wo Quellen genannt sind, sind diese oft veraltet oder falsch zitiert."
4. Unrichtigkeit:
Jede Aussage in dem Buch ist einer Quelle zugeordnet, die sich hauptsächlich auf anthroposophische oder waldorfpädagogische Quellen stützt.
"Wissenschaftliche Studien, die gerade in jüngster Zeit zur Waldorfpädagogik erschienen sind und positive Ergebnisse für die Waldorfschulen nachweisen, werden nicht oder nur so wiedergegeben, dass sie in die Vorurteilsstruktur des Autors passen. Praxisbelege für seine absurden Unterstellungen konnte er an den Waldorfschulen offensichtlich nicht finden.
Bei den Kapiteln zur Waldorflehrerausbildung wird nicht darauf eingegangen, dass die Waldorflehrerseminare seit langem evaluiert werden und wie alle anderen Hoch- und Fachhochschulen derzeit einer starken Veränderung durch den Bologna-Prozess mit entsprechenden Anerkennungs- und Evaluierungsverfahren unterworfen sind.
Von einer „fundierten Kritik“, wie es Grandt behauptet, kann daher keine Rede sein. „Einziges Ziel der Publikation von Grandt ist es, mit exotischen Zitaten zur Anthroposophie die Waldorfschulbewegung zu verunglimpfen und damit Geld zu verdienen“, sagte Henning Kullak-Ublick vom Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen. Er verkaufe Tausende von Waldorfeltern und die staatlichen Behörden für dumm, weil sie angeblich nicht merkten, was hinter den Kulissen der Waldorfschule gespielt werde.
Kullak-Ublick betont, dass der Bund der Freien Waldorfschulen für Kritik und Anregungen offen sei. Im Januar dieses Jahres wurde beispielsweise der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Ullrich von der Gutenberg-Universität Mainz, der sich seit Jahren kritisch mit der Waldorfpädagogik auseinandersetzt, zu einer bundesweiten Tagung der Waldorfschulen zum Thema Qualität eingeladen. Grandts Buch sei dagegen kein sachlich fundierter Ansatz zu entnehmen.
Seine Behauptung, an Waldorfschulen werde Anthroposophie gelehrt, sei schlicht falsch und widerspreche den elementarsten Grundsätzen der Waldorfpädagogik."
5. Unrichtigkeit:
Michael Grandt behauptet nicht, in Waldorfschulen werde Anthroposophie GELEHRT, sondern ANGEWENDET (was die Waldorfpädagogik selbst zugibt).
"Im Gegensatz zu Grandts Behauptungen sind Waldorfschulen keine Weltanschauungsschulen: Sie werden daher auch nicht als solche, sondern als „Schulen besonderer pädagogischer Prägung“ von den Kultusministerien der Bundesländer geprüft und genehmigt."
6. Unrichtigkeit:
Der Bund der Freien Waldorfschulen verschweigt, dass das baden-württembergische Kultusministerium Michael Grandt schriftlich bestätigte, dass Waldorfschulen "formaljuristisch" Weltanschauungschulen sind.
Eine im Jahr 2007 vorgelegte Absolventenstudie (Heiner Barz, Dirk Randoll: Absolventen von Waldorfschulen. Eine empirische Studie zu Bildung und Lebensgestaltung. VS-Verlag Wiesbaden, Februar 2007) belege eindeutig, dass Waldorfschüler nicht nur nicht zur Anthroposophie erzogen, sondern ihren Schulen im Gegenteil eine überdurchschnittliche weltanschauliche und religiöse Toleranz zusprechen würden.
Ab sofort steht auf der Website des Bunds der Freien Waldorfschulen (www.waldorfschule.de) Material zu allen im so genannten Schwarzbuch angesprochenen Themen wie Qualitätsmanagement, Lehrerbildung und die Bedeutung der Anthroposophie für die Waldorfpädagogik zur Verfügung.
Pressekonferenz im Landtag in Kiel Vorstandsmitglieder des Bundes der Freien Waldorfschulen stehen zum Thema als Gesprächspartner zur Verfügung bei der Pressekonferenz zu „Waldorf rockt“ im Landtag in Kiel am Mittwoch, den 10.September um 16:15 Uhr Pressezimmer des Landtages, Raum 395
Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V. Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 212 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder. Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 87 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.
Herausgeber: Bund der Freien Waldorfschulen Peter Augustin Wagenburgstraße 6 70184 Stuttgart Tel. 0711-2104240 pr@waldorfschule
29.08.2008: NEWS - DRUCK AUF BUCHHANDLUNG WEGEN LESUNG
Auf eine Buchhandlung wird massiv Druck ausgeübt, weil Michael Grandt eine Lesung abhalten willl. Man droht der Buchhandlung mit Boykott und das Abwandern langjähriger Kunden.
Das beweist wieder einmal, dass man von Seiten der Anthroposophen/Waldörflern nicht mit Kritik umgehen kann. Diese Vorgehensweise ist mir bisher nur von fundamentalen Sekten bekannt.
28.08.2008: NEWS - ERSTE GESPRÄCHE MIT US-INVESTOR
Michael Grandt's Medienberater hat ein erstes, positives Gespräch mit einem US-Investor aus Los Angeles zwecks Verfilmung seines Buches "Das Hitler-Tribunal" geführt.
19.08.2008: NEWS - MICHAEL GRANDT GIBT RADIOINTERVIEW ZUM "SCHWARZBUCH"
Michael Grandt gibt Interview zu seinem neuen Buch beim Sender RadioTon Neckaralb, auch ein Vertreter der Waldorfschulen kommt zu Wort.
Allerdings verwechselt der Moderator den Titel des Buches: Er spricht von "Schwarzbuch Anthroposophie", obwohl das Buch den Titel "Schwarzbuch Waldorf" trägt.
Info: Mehrere Gesprächsangebote von Michael Grandt wurden und werden von anthroposophischen Institutionen und Waldorffunktionären weiterhin kategorisch abgelehnt.
25.07.2008: NEWS - GROßES MEDIENINTERESSE AN "SCHWARZBUCH WALDORF"
Nach Angaben des Verlages haben bereits 5 Wochen vor dem Erscheinen etwa 50 Medien aus TV/Print/Radio Interesse an dem Buch gekundet.Der Vorverkauf läuft ebenso hervorragend.
23.05.2008: NEWS - NEUE KURZGESCHICHTENSAMMLUNG GEPLANT
Der in München und New York ansässige Gryphon-Verlag plant eine neue Kurzgeschichtensammlung von Michael Grandt. Der Titel steht schon fest: "Jesus in Auschwitz". Das Buch soll etwa 20 Kurzgeschichten enthalten und im September erscheinen.
21.05.2008: NEWS - "DAS HITLER-TRIBUNAL" BAND 3 VERZÖGERT SICH
Band 3 der insgesamt vierbändigen Reihe von "Das Hitler Tribunal" wird nicht, wie zunächst geplant, im Oktober 2008 erscheinen. Die Fertigstellung des Manuskriptes verzögert sich aufgrund zusätzlicher Quellenrecherchen. Verschiedene Archive, die bisher nicht zugänglich waren, sind nun auch für Wissenschaftler/Historiker offen, was eine völlig neue Dimension der Recherche und einen bisher nicht eingeplanten Zeitaufwand darstellt. Band 3 soll etwa 1000 Seiten umfassen.
Michael Grandt hat sein neuestes Waldorf-Buch beendet. In ihm kommen auch Vertreter der Waldorfpädagogik und der Anthroposophie zu Wort. Es ist eine kritische Bestandsaufnahme der Waldorfpädagogik und beleuchtet ebenso Rudolf Steiner und die Anthroposophie.
02.02.2008: NEWS - NEUES WALDORF-BUCH ERSCHEINT IM SEPTEMBER 2008
Michael Grandt hat den Vertrag mit einem großen deutschen Verlags-Konzern unterzeichnet. Demnach wird im Sept. 2008 ein neues Waldorf-Buch aus seiner Feder erscheinen. Nach zehnjährigen publizistischer Abstinenz zum Thema Waldorfschulen und Anthroposophie soll dieses Buch erneut Anlass zum Nachdenken über diese Form von Pädagogik geben.
Titel und Inhalt stehen zwar schon fest, werden aber, aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus, erst später bekannt gegeben. Michael Grandt erhofft sich durch das Buch eine neue, gesellschaftliche Diskussion über die Waldorfschulen, dessen Begründer Rudolf Steiner und der Frage der Notwendigkeit der staatlichen/steuerlichen Finanzierung dieser Art von Schulen. _____________________________________________________________________________
10.01.2008: NEWS - GESPRÄCHE MIT FILM-PRODUZENTEN
Filmrechtehändler, Associate- und Executive Producer Dr. Rainer Bienger aus München (u.a. Filme mit Patrick Swayze, Melanie Griffith, Jeff Bridges, Christian Slater, Kirk Douglas, Dennis Hopper, Sigourney Weaver und Dan Akroyd) hat Gespräche mit möglichen Investoren aus der Film- und TV-Branche aufgenommen, um Michael Grandt's Buch "Das Hitler-Tribunal" ins Kino oder auf den Bildschirm zu bringen. Mit ersten Ergebnissen ist bis Ende 2008 zu rechnen.
08.01.2008: NEWS - MICHAEL GRANDT GIBT INTERVIEW IN RADIO SWR 4
Michael Grandt gibt in SWR 4 ein Interview zum Thema Auslieferungsstop von drei Rudolf-Steiner-Bücher. In dem Beitrag kommt auch der Präsident der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung zu Wort.
16.12.2007: NEWS - RUDOLF-STEINER-NACHLASSVERWALTUNG STOPPT DREI BÜCHER
Die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung hat nun insgesamt drei Bücher von Rudolf Steiner wegen bedenklichen Aussagen gestoppt. Bisher wurde nur das Buch "Gesammelte Aufsätze" (s. PM vom 24.11.2007) vorerst vom Vertrieb zurückgezogen.
Michael Grandt sieht darin ein verstecktes Eingeständnis. Der Begründer der Waldorfpädagogik sei wohl doch nicht so unbelastet in Sachen "Rassen diskiriminierende Aussagen" wie man annehmen sollte, sonst hätte die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung sich nicht zu einem derart drastischen Schritt entschlossen; wohl auch aufgrund des Druckes der Medien.
Nachlassverwaltung reagiert auf drohendes Strafverfahren und stoppt Rudolf-Steiner-Buch
Verstoßen Textpassagen in Rudolf Steiners Werk gegen die schweizerische Anti-Rassismus-Bestimmung? Die Auslieferung eines Buches seiner Gesamtausgabe wurde jetzt gestoppt. Die Nachlassverwaltung Rudolf Steiner reagiert auf drohendes Strafverfahren.
BALINGEN/DORNACH: Ende September 2007 hatten die Akion Kinder des Holocaust und der Journalist Michael Grandt Strafanzeigen gegen den Rudolf Steiner Verlag in Dornach gestellt, weil dieser das Buch mit Titel „Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884-1902“ weiterhin ausliefert, obwohl das Buch, ihrer Meinung nach, antisemitische Passagen enthält. Samuel Althof von der Aktion Kinder des Holocaust bezeichnete die Stellen klar „menschenfeindlich“ und forderte den Verlag auf, die problematischen Passagen wenigstens mit Sonderhinweisen zu kommentieren. Michael Grandt hingegen sprach sich für ein Verbot des Buches aus.
Cornelius Bohlen, der Präsident Nachlassverwaltung Rudolf Steiner erklärte nun gegenüber der Basler Zeitung, das betroffene Buch werde nicht mehr weiter ausgeliefert. Bohlen reagiert damit auf ein drohendes Strafverfahren. „Die Auslieferung dieses Buches wird gestoppt“, sagte er gegenüber der BZ und verspricht: „Wir gehen die Kommentierung der umstrittenen Passagen im nächsten Jahr an. Wir wollen keine Kompromisslösung. Wir wollen einen klaren Umgang mit der Problematik. Wir sind auch der Auffassung, dass einzelne Aussagen rassistisch wirken können.“ Gleichwohl sei die Gesinnung von Rudolf Steiner klar nicht rassistisch.
Michael Grandt erklärte, dass die Nachlassverwaltung die Auslieferung des umstrittenen Buches nur stoppen würde, um einem drohenden Strafverfahren zu entgehen. Wenn nämlich ein Gericht darlegen würde, dass das Buch gegen die Anti-Rassismus-Bestimmung verstoßen würde, hätte die Rudolf Steiner Nachlassverwaltung ein großes öffentliches Problem und eventuell einen großen Schaden, weil Rudolf Steiner auch der Begründer der Waldorfschulen ist. „Das will man, meiner Auffassung nach, umgehen.“
„Allerdings“, so Grandt weiter, „kann die Anthroposophische Gesellschaft und die Nachlassverwaltung sich nun nicht mehr auf den Standpunkt zurückziehen, dass Rudolf Steiner ein unbeschriebenes Blatt in Sachen Rassismus sei, denn das Bundesfamilienministerium und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien haben bereits im September bei zwei anderen Bücher von Rudolf Steiner festgestellt, dass diese Elemente aufweisen, die aus heutiger Sicht als rassistisch zu bewerten sind. Jetzt stoppt die Nachlassverwaltung ein weiteres Buch von Steiner aufgrund derselben Vorwürfe.“
Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Solothurn über eine weitere Strafanzeige gegen den Leiter des Rudolf Steiner Archivs, der die umstrittene Passage Rudolf Steiners relativiert haben soll, steht noch aus.
15.11. 2007: NEWS - MICHAEL GRANDT GIBT EXKLUSIV-INTERVIEW
Michael Grandt gibt in der Online-Ausgabe von "Der Standard", einer der größten österreichischen Zeitungen, ein Exklusivinterview zu Waldorfschulen und Rudolf Steiner.
Bund der Freien Waldorfschulen mischt sich in laufende Ermittlungsverfahren ein
BALINGEN - Der Bund der Freien Waldorfschulen hat für Freitag, den 16.11.07 kurzfristig eine bundesweite Pressekonferenz in Berlin einberufen, bei der er Stellung zu den neuesten Rassismusvorwürfen nehmen will und mischt sich dadurch in laufende Verfahren ein.
Rudolf Steiner, dem Begründer der Waldorfschulen wurde in letzter Zeit selbst von zwei Bundesbehörden der Vorwurf von rassistischen Aussagen in seinen Schriften gemacht. Erst kürzlich wurden vom Bundesfamilienministerium Rudolf Steiners Bücher „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ und „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ bei der Bundesprüfstelle für mediengefährdende Schriften angezeigt. Das Bundesfamilienministerium und die Bundesprüfstelle waren der Auffassung, dass die vorgelegten Schriften Elemente aufweisen, die „aus heutiger Sicht als rassistisch zu bewerten sind“. Der Verlag wurde dazu aufgefordert, eine kritisch kommentierte Neuauflage herauszubringen, bzw. ein Beiblatt in die noch auszuliefernden Büchern beizufügen.
Folgende Verfahren sind noch anhängig:
1. Der Journalist Michael Grandt hat bei der Staatsanwaltschaft Solothurn/Schweiz Strafanzeige gegen den Leiter des Rudolf-Steiner-Archivs in Dornach wegen Volksverhetzung und Rassendiskriminierung gestellt. Michael Grandt sieht in der Stellungnahme des Archiv-Leiters die Herabsetzung der Angehörigen des jüdischen Glaubens, in dem dieser eine antisemitische Äußerung Rudolf Steiners in der heutigen Zeit relativiere. Michael Grandt bat deshalb die Staatsanwaltschaft im Sinne des Art. 261 Schweiz. Strafgesetzbuch (§130 STGB in Deutschland) wegen Rassendiskriminierung in der Öffentlichkeit (Volksverhetzung in Deutschland) die Ermittlungen aufzunehmen. Die Staatsanwaltschaft Solothurn hat zwischenzeitlich den Eingang der Strafanzeige bestätigt.
2. Drei Wochen zuvor hatten die Aktion Kinder des Holocaust und Michael Grandt Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Rassendiskriminierung gegen den Rudolf-Steiner-Verlag in Dornach/Schweiz gestellt. Das Verfahren läuft noch.
Michael Grandt sieht in der Pressekonferenz des Bundes der Freien Waldorfschulen eine Einmischung in die laufenden Verfahren. Dass die Pressekonferenz ausgerechnet in Berlin stattfindet, wo auch die deutsche Strafanzeige gegen den anthroposophischen Verlag anhängig ist, bestätigt, seiner Meinung nach, diese Auffassung.
Zudem würde die Anthroposophische Gesellschaft zum Beweis des Anti-Rassismus bei Rudolf Steiner immer wieder das Gutachten einer niederländischen Kommission heranziehen, die jedoch von der Anthroposophischen Gesellschaft selbst beauftragt wurde und deshalb wohl nicht als objektiv gelten könne.